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PLUS Landtagswahl 2019

Die Linke braucht eine neue Strategie

Das schlechte Abschneiden der Linken bei der Landtagswahl sorgt für Unruhe in den eigenen Reihen.  Andrea Schawe über den Niedergang der Partei. Ein Kommentar.

© dpa/Montage: SZ

Die selbst ernannte Partei des Ostens hat den Osten verloren. Nach den historisch schlechten Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg steckt die Linke tief in der Krise. Überraschend kommt das nicht: Dass die Genossen an Zustimmung verlieren, hatte sich schon bei den Bundestags-, Kommunal- und Europawahlen angekündigt. Doch die Fallhöhe schockiert.

Das hat vor allem mit dem Programm zu tun. Für wen die Linke eigentlich Politik machen will, wissen die Wähler nicht mehr. Das ist im erbitterten, jahrelangen Streit der Führungsebene und durch Alleingänge mit einer linken Sammlungsbewegung untergegangen. Für linke Wähler in den Großstädten sind die Grünen attraktiver. Die klassische Wählerklientel in den Plattenbaugebieten ist größtenteils zur AfD abgewandert, auch die Unzufriedenen auf dem Land fühlen sich offenbar bei den Rechten besser aufgehoben. Die Chancen, diese Wähler zurückzugewinnen, sind gering. Zu deutlich sind die unterschiedlichen Einstellungen in der Flüchtlingspolitik und beim Thema innere Sicherheit.

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Die Linke braucht eine Strategie, wie sie neue Wähler überzeugen kann. Dafür muss sie klarmachen, wofür sie eigentlich steht: für ein Ende des Kapitalismus, für gleichwertige Lebensverhältnisse und soziale Gerechtigkeit, für Antifaschismus. Sie hat die Chance, sich nun personell und programmatisch neu aufzustellen. Wenn der Kater nach dem Wahlabend vorbei ist, sollte alles auf den Prüfstand.

E-Mail an Andrea Schawe

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