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Die Löschbrigade der Zukunft

Die Ortswehr hat eine engagierte Jugendfeuerwehr. Junge Szene hat sie besucht.

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Wer von Klein auf lernen möchte, wie man andere Menschen rettet, ist in der Jugendfeuerwehr Steina genau richtig. Seit 1953 gibt es sie – die „Jungen Brandschutzhelfer“, wie es damals hieß. 1990 wurde sie kurz aufgelöst, aber 1995 durch Johannes Mager mit vierzehn Mitgliedern neu aufgebaut. Von Anfang an waren auch schon Mädels dabei.

Derzeit sind es elf Mitglieder, davon sechs Mädchen. Ab acht Jahren lernt man den Umgang mit Schläuchen, trainiert Knoten, Stiche und übt den Löschangriff. Zum Beispiel im Gruppenstaffelwettkampf mit anderen Jugendfeuerwehren. Die Steinaer sind richtig gut darin. Viele Auszeichnungen und Pokale stehen im Feuerwehrhaus – u.a auch der Wanderpokal des Ortsverbandes Rödertal. Außerdem trainieren die jungen Leute für die Eisrettung im Haustein oder auf der Eisbahn in Steina. Einmal im Jahr gehen sie noch in die Tauchschule am Haustein. Das Training findet freitags aller zwei Wochen für eineinhalb Stunden unter der Leitung von Ralf Böhme und Sören Mädiger statt.

Zuletzt wurden schon die Hexenfeuereinsätze besprochen. Die Mädels und Jungs haben alte Klamotten wie Kittelschürzen oder Hemden und Unterwäsche mitgebracht, um damit Hexen zu basteln. Auch ein Besen darf natürlich nicht fehlen. Am 30. April wird es heiß – zum Beispiel beim Hexenfeuer auf der Wiese gegenüber dem Feuerwehrhaus in Steina.

Auch sonst kann man in der Feuerwehr viel erleben. Es finden Weihnachtsfeiern und Kinobesuche statt, aber auch Bowlingabende, Zeltlager, Besuche von Kletterparks und der Berufsfeuerwehr.

Wie kommt man eigentlich zur Jugendfeuerwehr? Meist haben Eltern oder Geschwister den Anstoß gegeben. Elisa Rietschel: „Ich bin eingetreten, weil ich lernen möchte, wie man anderen Menschen helfen kann.“ Die meisten sind mittlerweile über fünf Jahren dabei. Einige sind sich noch nicht ganz sicher, ob sie mal zu den Erwachsenen gehen. Das hänge von der Schule oder vom Studium ab, heißt es. Aber das Ziel haben eigentlich alle vor Augen.

Um zu den Erwachsenen zu wechseln, wie es Martin Böhme und Nino Seeliger tun, muss man einen Grundlagenlehrgang absolvieren, der 70 Stunden dauert. Den kann aber auch jede andere Person machen, die neu in die freiwillige Feuerwehr eintritt. Bei dem Lehrgang der Grundausbildung werden den Feuerwehrmannanwärtern alle grundlegenden Dinge beigebracht. Den zukünftigen Feuerwehrmännern und -frauen werden zum Beispiel die Dienstvorschriften mit den wichtigsten Tätigkeiten gelehrt. Wenn’s wirklich mal brennt, darf man übrigens erst ab 18 löschen. Ein guter Feuerwehrmann muss sowieso viele spezielle Lehrgänge besuchen. „Wer jetzt neugierig geworden ist, kann gern in unserer Jugendfeuerwehr in Steina mitmachen“, sagt Elisa.