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Die Macher des Burg- und Altstadtfestes

Für das größte Fest Leisnigs laufen die Vorbereitungen. Kann sich die Stadt das Ereignis trotz knapper Kassen leisten?

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Von Tina Soltysiak

Im August wird in Leisnig die Zeit um mehrere Jahrhunderte zurückgedreht. Am Wochenende 23./24. August wird Burg- und Altstadtfest gefeiert. Es ist das größte Fest der Stadt. Die Organisation liegt in diesem Jahr wieder in den Händen von Petra Müller vom Kulturamt Leisnig. Sie war schon bei den ersten Altstadtfesten dabei. Diese Tradition ist aus der 950-Jahr-Feier Leisnigs im Sommer 1996 hervorgegangen. Unterstützt wird Petra Müller von Vertretern von der Handwerkerstraße, dem Heimat- und dem Faschingsverein, dem Mittelsächsischem Kultursommer, der Stadtwache sowie der Burg Mildenstein. Diese Zusammenarbeit funktioniere seit Jahren sehr gut, so Petra Müller. „Inzwischen hatte sich da vieles eingespielt“, sagt die Frau vom Kulturamt.

So ein Großereignis bedarf einiger Vorbereitungszeit. Schon jetzt sitzen die Organisatoren zusammen und lassen die Köpfe rauchen – sowohl in den einzelnen Arbeitsgruppen als auch am großen Tisch. „Wir treffen uns einmal im Monat in gemeinsamer Runde“, sagt Petra Müller. Am Mittwochabend gab es das jüngste Treffen. Noch hinter verschlossenen Türen wurden Details besprochen. Offiziell ist bereits, dass sich das Festgelände im Gegensatz zum Vorjahr wieder vergrößert. „Im letzten Jahr gab es Einschränkungen aufgrund von Straßenbauarbeiten“, erklärt Petra Müller. Im August wird der Haupteingang zum Fest an der Kreuzung Marktplatz/Kirchstraße sein. „Insgesamt werden wir sechs Kassen an verschiedenen Stellen haben“, sagt die Citymanagerin der Stadt Leisnig, Sigrun Rüdiger, die ebenfalls in die Vorbereitungen involviert ist.

Angespannte Finanzlage

Das Festgelände wird sich vom Markt aus entlang der Kirchstraße über den Kirchplatz bis hin zum Burglehn und auf den Burghof erstrecken. „Wir haben Platz für mindestens 70 Händler“, sagt Petra Müller. Noch sind nicht alle Standorte belegt. „Wir wünschen uns noch Händler, die altes Handwerk präsentieren“, ergänzt sie. Der Fokus soll nicht mehr zu sehr auf dem Mittelalter liegen. „Wir sehen das Fest als historisches Burg- und Altstadtfest – das schränkt nicht so sehr ein“, erklärt Petra Müller. Nichtsdestotrotz werde das Mittelalter natürlich präsent sein, versichert sie.

Das Programm steht seit Mittwochabend in seinen Grundzügen. Jetzt geht es an die Detailplanung. Händler müssen kontaktiert und Auf- und Vorführungen konzipiert werden. Das geschieht in den einzelnen Arbeitsgruppen. Dabei gilt es, die Finanzen im Blick zu halten, sind sich die Macher des Festes einig.

Die Finanzierung des Großereignisses steht. „Das Burg- und Altstadtfest ist das wichtigste Fest unserer Stadt, weshalb wir dafür Geld in den Haushalt einstellen“, sagt Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Den genauen Betrag möchte er aber vorerst nicht verraten. Fakt ist: Fördermittel vom Kulturraum Mittelsachsen gibt es ab diesem Jahr keine mehr. „Deshalb mussten wir ein ganz neues Finanzkonzept erarbeiten“, erklärt Tobias Goth. Er versichert, dass sich die Stadt das Fest trotz knapper Kassen und selbstauferlegtem Sparzwang leisten wird und will. In diesem Jahr wird erneut an allen Tagen Eintritt verlangt. Er ist eine wichtige Säule im Finanzkonzept. „Wie hoch der Eintritt sein wird, steht noch nicht fest“, sagt die Kulturbeauftragte der Stadt Leisnig, Petra Müller. Darüber müssen letztlich die Stadträte entscheiden.

Bauarbeiten auf der Burg

Wie der Name es verrät, ist auch die Burg Mildenstein in das Fest involviert. Dort wird derzeit gebaut. Das Herrenhaus wird saniert, der Miruspark ist gesperrt. „Es wird Einschränkungen geben, wir wollen diese aber gern so gering wie möglich halten“, erklärt Sabine Rötzsch, Sprecherin der Burg Mildenstein. Auch Petra Müller vom Kulturamt zeigt sich optimistisch, dass dies kein unlösbares Problem darstellen wird.