merken
PLUS Görlitz

Endlich freie Fahrt an der Friedersdorfer

Jahrelang war die Straße an der Landeskrone eingeengt. Nun ist das Problem gelöst – mit einer Genehmigung.

Die einsturzgefährdete alte Stützmauer an der Friedersdorfer Straße in Biesnitz wurde zum Teil abgerissen. Nun ist die Straße wieder ohne Einschränkung befahrbar.
Die einsturzgefährdete alte Stützmauer an der Friedersdorfer Straße in Biesnitz wurde zum Teil abgerissen. Nun ist die Straße wieder ohne Einschränkung befahrbar. © Nikolai Schmidt

Für Autofahrer ist es eine gute Nachricht, für Denkmalschützer weniger: Die historische Stützwand an der Friedersdorfer Straße ist zum Großteil weg, die Fahrbahneinengung ebenfalls – und damit kann der Verkehr am Fuße der Landeskrone von Biesnitz in Richtung Kunnerwitz wieder uneingeschränkt rollen.

Die Mauer stammte von 1899 – jedenfalls war diese Zahl auf ihr zu lesen. Allerdings war die Mauer seit vielen Jahren einsturzgefährdet. Damit niemand zu Schaden kommt, wenn sie eines Tages zusammenbricht, war die Straße jahrelang eingeengt. Nun ist es gelungen, zur Herstellung der Verkehrssicherheit einen Konsens mit der Denkmalschutzbehörde zu finden. Diese hat die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für den Teilabbruch erteilt. Das heißt, etwa anderthalb Meter der ursprünglichen Höhe wurden abgetragen, erklärt Rathaussprecherin Sylvia Otto: „Die Stützwand verliert nach dem Teilabbruch ihre Denkmaleigenschaft.“

Anzeige
Zukunft? Na klar!
Zukunft? Na klar!

Die Berufsakademie Sachsen bietet ein krisensicheres Studium mit besten Job-Chancen und Ausbildungsvergütung.

Gefahr ist beseitigt

Die Arbeiten fanden hinter der vorhandenen Sicherung statt, es gab also keine weiteren Verkehrseinschränkungen. Nachdem der Teilabriss erledigt war, konnte die Sicherung ganz abgebaut werden. „Die gesamte Fahrbahn steht wieder zur Verfügung, da die Gefahr durch die einsturzgefährdete Mauer beseitigt ist“, sagt sie.

Da Teile der Stützwand auf städtischem Gelände und Teile auf Privatgrund stehen, gibt die Stadt keine Auskunft über die Höhe der Kosten und die finanzielle Beteiligung des privaten Eigentümers.

Unterer Teil bleibt stehen

Jetzt bleibt alles so, wie es ist. Das heißt, der untere Teil der Mauer bleibt stehen, der obere Teil wird erst einmal nicht ersetzt. Erst bei der Planung des grundhaften Ausbaus der Friedersdorfer Straße soll über den weiteren Umgang mit der restlichen Stützwand entschieden werden. Derzeit ist die Planung im städtischen Haushalt für 2021/22 vorgesehen, der Straßenbau erst irgendwann in den Jahren danach.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz