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Die Natur ist Vorbild für den Oderwitzer Maler

Die SZ und Oberlausitzer Tafel bereiten eine Aktion für Kinder im Advent vor. Künstler helfen dabei. Heute: Roland Raue aus Niederoderwitz.

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Von Angelika Dornich

Roland Raue bereitet gerade die traditionelle Gemeinschaftsausstellung der Regionalgruppe Löbau des Oberlausitzer Kunstvereins mit vor. Am Sonnabend wird sie in der Löbauer Galerie „Arkadenhof“ eröffnet. Wieder hat er dafür Bilder herausgesucht, die noch keiner groß gesehen hat: Ansichten der Eulmühle in Rennersdorf und der Niederoderwitzer Siedlung. Sein Heimatort und die Umgebung sind seine Fundgrube für schöne Motive. „Dabei halte ich mich im Wesentlichen an das Vorbild“, sagt er. Vordergründige Veränderungen, gar Verfremdung sei nicht seine Art. Dennoch ist das Ergebnis kein reines Abbild, sondern eben eins aus dem Blickwinkel Raues.

Kunstmaler Hans Lillig war es, der von 1961 bis 1971 an der Volkshochschule Zittau die Begabung des gelernten Dekorationsmalers förderte und ihn zur genauen Beobachtung der Natur erzog. Auch Freundschaften wie zu dem Niederoderwitzer Kunstmaler Max Langer (1897 – 1985) und zu Werner Schlieben vertieften sein Verständnis zur Kunst. „Als Künstler sehe ich mich aber nicht“, sagt der 73-Jährige bescheiden. Er fand auch erst nach der Wende durch den Eintritt ins Rentenalter richtig Zeit, seiner bis dahin mehr stillen Leidenschaft nachzugehen. So entstand im Mai 2000 das für die Kinder-Weihnachtsauktion gespendete Bild mit dem Spitzberg hinter verblühendem Raps. „Es ist von der neben der Großhennersdorfer Straße gelegenen Schanze aus im Gegenlicht gemalt“, erklärt Raue.