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Die Natur wird sinnlos kriminalisiert

über verbotenenHanf im Garten

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Matthias Weigel

Das ist schon eine putzige Angelegenheit mit dem Hanfsamen. So mancher Vogelliebhaber sät unfreiwillig ein Körnchen dieser in Deutschland quasi verbotenen Pflanze. Und die wächst dann unerkannt in irgendeinem Garten und könnte dem Besitzer auch noch Ärger einbringen.

Das eigentliche Problem dieser Angelegenheit liegt aber nicht bei den Tierliebhabern, Verkäufern, Herstellern oder dem Samen selbst. Im Gegenteil. Mit irrsinnigen Methoden wie Bestrahlung wird gar noch versucht, den Samen am Keimen zu hindern. Nein, hier wird schlichtweg eine Nutzpflanze – auch politisch – kriminalisiert. Was passiert denn, wenn in irgendwelchen Gärten ein paar – auch noch schön anzusehende – Hanfpflanzen stehen? Nichts! Um Rauschmittel zu gewinnen, so versichern die Experten, taugt das Zeug doch allemal nichts. Und wenn man damit anfängt, müsste man letztlich noch viel mehr Pflanzen verbieten, aus denen – wer es drauf anlegt – noch ganz andere Drogen gewonnen werden können. Besser sollte man sich darum kümmern, dass solche für die Mehrheit der Bevölkerung wirklich gefährlichen Pflanzen, wie die Ambrosia, wirksam bekämpft werden.