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Die neue Sporthalle am Spitzgrund wächst

Die Arbeiten an der Sporthalle auf dem Förderschulzentrum- Gelände laufen auf Hochtouren, damit dort nach den Winterferien unterrichtet werden kann.

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Das Farbkonzept für die neue Sporthalle ist so gewählt, dass sie sich optisch an das umliegende Gelände am Spitzgrund anpasst. Pastelltöne in Gelb und Grau sowie Beige werden das Erscheinungsbild außen als auch innen bestimmen.
Das Farbkonzept für die neue Sporthalle ist so gewählt, dass sie sich optisch an das umliegende Gelände am Spitzgrund anpasst. Pastelltöne in Gelb und Grau sowie Beige werden das Erscheinungsbild außen als auch innen bestimmen. © Visualisierung: Rieger Architektur Partnerschaft f

Von Anette Lindackers

Coswig. Die Baustelle der Sporthalle am Spitzgrund ist momentan nur schwer zu erreichen, an jeder Stelle stehen Fahrzeuge unterschiedlicher Handwerksbetriebe. „Der Rohbau und Tiefbau sind abgeschlossen“, sagt Kerstin Richter, Technische Leiterin der Wohnverwaltung und Service GmbH (WVS), die im Auftrag der Großen Kreisstadt Coswig und des Landkreises Meißen den Bau durchführt, „der Innenausbau ist in vollem Gange“.

Aber auch am Außengelände finden gerade die Landschaftsarbeiten statt, um die notwendigen Parkplätze und die Zuwege rund um die Halle zu bauen. Der Geräteraum für die sportlichen Aktivitäten im Freien ist schon fertiggestellt, die Wege dahin werden gerade angelegt.

Das gewählte Farbkonzept für die Fassade der neuen Zweifeldsporthalle passt sich an die umliegende Struktur im Spitzgrund an. Die Farben Grau, Gelb und Beige – alle in Pastelltönen gehalten – erzeugen in ihrem Spiel in Größe und Anordnung eine belebte, unaufdringliche Farbstruktur, die sich auch in der Gestaltung des Außengeländes sowie in der Halle wiederfinden soll.

Auf der zukünftigen Galerie der Zweifeldsporthalle fällt der Blick derzeit noch auf eine große Halle im Rohbau, die eher wie ein großes Schwimmbecken anmutet. Nach Angaben der WVS sind momentan für den Innenausbau alle Gewerke für Estrich, Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen an der Arbeit, müssen in Abstimmung untereinander funktionieren. Gleiches gilt für den Hallenfußboden und die Heizung in der Halle. Die Installationen der Prallwand und des Trennvorhangs sind getaktet, ebenso die Arbeiten der Fliesenleger und der Maler.

Im nächsten Frühjahr soll die Sporthalle „Spitzgrund“ dann von dem Förderschulzentrum Peter Rosegger des Landkreises, der Oberschule des Evangelischen Schulvereins und nach Schulschluss von den Sportvereinen der Stadt Coswig genutzt werden.

„Die kalkulierten Kosten von 5 Millionen Euro werden nach derzeitigem Stand eingehalten“, sagt Bürgermeister Thomas Schubert. Sie werden zu 60 Prozent gefördert durch den Freistaat über die Richtlinie zur weiteren Verbesserung der schulischen Infrastruktur im Freistaat Sachsen, da die Hauptnutzung durch das Förderschulzentrum Peter Rosegger und durch die Evangelische Schule Coswig erfolgt. Der Landkreis und die Stadt teilen sich die verbleibenden 40 Prozent ungefähr hälftig, da das Förderzentrum eine Schule des Landkreises Meißen ist.

„Die Halle ist wettkampftauglich und nur unwesentlich kleiner als die Dreifeldhalle am Gymnasium“, erklärt Schubert das Konzept, „sodass mit Inbetriebnahme dann eine zweite Sporthalle in Coswig für Sportarten mit bestimmten Spielgrößenanforderungen wie Handball oder Basketball zur Verfügung steht.“ Ihn freut auch sehr, dass die traditionsreichen Sportarten der alten Sporthalle wie Judo oder Tischtennis in der neuen Halle verbesserte Möglichkeiten erhalten.

Auf einer Grundfläche von etwa 50 mal 35 Metern ist zukünftig Platz für ein großes Handballfeld. Ein oder zwei Volleyballfelder sind vorgesehen, je nachdem, ob die Trennwand der Zweifeldsporthalle ausgefahren ist.

Über zwei separate Eingänge kommen die Schüler beider Schulen ebenerdig auch in die obere Etage der Sporthalle. Dort befinden sich die getrennten Umkleiden, Duschen und Toiletten. Der sogenannte Weißgang führt die Sportler auf beiden Seiten über eine Treppe in die Turnhalle im Erdgeschoss. Ein Aufzug sorgt für einen barrierefreien Zugang. Von der Halle ist der Zugang in die vier großen Geräteräume möglich, ebenso in die Lehrerzimmer und den gemeinsamen Regieraum zur Steuerung von Elementen in der Halle.

Die alte Sporthalle, die für die vielseitigen Ansprüche zu klein und selbst nach Renovierungen in die Jahre gekommen ist, wird nach Inbetriebnahme der neuen Halle abgerissen. Die frei werdende Fläche dient zukünftig der Schulhoferweiterung als Gymnastikwiese und als Schulgarten des Förderschulzentrums Peter Rosegger.

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