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Die neue Tierärztin

Franziska Miserski eröffnet eine neue Praxis in Nossen – mit modernsten Diagnostikgeräten.

Tierärztin Franziska Miserski eröffnet in Nossen eine neue Tierarztpraxis. Hund Willi ist das Maskottchen.
Tierärztin Franziska Miserski eröffnet in Nossen eine neue Tierarztpraxis. Hund Willi ist das Maskottchen. © Uta Büttner

Nossen. Eigentlich mag Willi nicht auf dem Behandlungstisch sitzen. Trotzdem lässt sich der Weimaraner geduldig Blut abnehmen. Er vertraut der Tierärztin. Kein Wunder. Denn Franziska Miserski ist sein Frauchen. Und beide posieren auch nur für das Foto. Denn noch ist die neue Praxis in der Waldheimer Straße 13 in Nossen nicht eröffnet. Start ist am 1. September. „Willi ist unser Maskottchen. Er passt sogar in unser Farbkonzept, obwohl das gar nicht geplant war“, sagt sie lachend.

Nach drei Monaten Einrichtung geht es endlich los – ein Traum für die 43-jährige Tierärztin wird Wirklichkeit. Sie wollte sich schon immer selbstständig machen. Dieser Weg war „von Beginn war mein Ziel, das Bestmögliche an Therapien in meiner eigenen Praxis anzubieten.“ Sie möchte die Tierbesitzer beraten, dabei ist ihr sehr wohl bewusst, dass nicht jeder für jede Therapie das Geld hat.

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Ihr Beruf ist Berufung. „Ich möchte die Hintergründe meiner Patienten herausfinden“, sagt die gebürtige Freibergerin, die nach ihrem Studium ein halbes Jahr ein Auslandspraktikum in Namibia absolvierte. Nach ihrer Approbation arbeitete sie in verschiedenen Praxen. Viele Fortbildungen hat sie gemacht. Internistik, Kardiologie, Chirurgie. Auch Zähne behandeln, ist für sie kein Problem.

Miserskis Ziel: „Ich möchte die Tiere so gut wie möglich therapieren.“ Entsprechend modern ist die Praxis eingerichtet. In der Tiermedizin habe sich in den vergangenen Jahren eine Menge getan, erklärt sie. Für die Diagnostik stehen jede Menge Geräte bereit. Beispielsweise gibt es ein sogenanntes Inhouse-Labor, wo ein Großteil der Parameter bestimmt werden können. Nur wenige müsse sie noch einschicken.

Tag der offenen Tür

Neben dem Behandlungszimmer, wo auch ein Ultraschallgerät steht, ist der OP-Raum. Ausgestattet mit einem Gerät zur Inhalationsnarkose: „Die ist gut steuerbar und gut verträglich für Tiere“, erklärt Franziska Miserski. In einem weiteren Raum steht ein digitales Röntgengerät, bei dem man sofort die Bilder auf dem Bildschirm bekommt. Auch eine Käfigkombination steht bereit, falls Tiere auch mal über einen Tag dableiben müssen, weil sie beispielsweise eine Infusion benötigen. „Intensivpatienten können wir hier aber nicht betreuen.“ Mit ihrer einzigen Tierarzthelferin Simone Heinrich könne sie das nicht leisten.

Spezialisiert hat sich Franziska Miserski auf Kleintiere. Heute, im Gegensatz zu noch vor ein paar Jahren, sehen viele Familien ihren Hund oder ihre Katze als Familienmitglied, erzählt sie. Und entsprechend tun die Besitzer alles für ihren Liebling. Nicht zuletzt deshalb gleicht eine Behandlung bei den Tieren vom Standard her schon fast einer humanmedizinischen. „Sie kommt zumindest dieser schon sehr nahe“, sagt die Tierärztin. Seien es beispielsweise Chemotherapien bei Tumorerkrankungen oder die regelmäßige Überwachung bei chronischen Krankheiten. „Ich habe Herzpatienten, die alle Vierteljahre durchgecheckt werden und gegebenenfalls die Dosierungen angepasst werden.“ Erste Anmeldungen zum Herz-Ultraschall – noch vor Praxiseröffnung hat sie schon.

Im Empfangsraum, wo die Besitzer mit ihren Tieren Platz nehmen können, hat Franziska Miserski zwei etwas weiter getrennte Wartebereiche eingerichtet. „Erfahrungen haben gezeigt, dass es weniger Stress für die Tiere gibt, wenn Hunde und Katzen sich etwas weiter voneinander befinden.

Am 5. September veranstaltet Franziska Miserski einen Tag der offenen Tür. „Von 10 bis 15 Uhr können die Leute gern vorbeikommen, um sich meine Praxis anzuschauen. Mit oder ohne Tier“, sagt sie.

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