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Pirna

Die Pillendreher von Gottleuba

Die medizinhistorischen Sammlungen zeigen jetzt, was sie geschenkt bekamen, sonst verborgen ist und manchmal erschaudern lässt.

Petra Schlaupitz bei den letzten Handgriffen vor der Eröffnung der 20. Sonderausstellung in den medizinhistorischen Sammlungen Gottleuba.
Petra Schlaupitz bei den letzten Handgriffen vor der Eröffnung der 20. Sonderausstellung in den medizinhistorischen Sammlungen Gottleuba. © Museum

Es liest sich wie das Requisitenverzeichnis für einen Gruselfilm: Kiefernhöhlenbohrer, Tretbohrmaschine, Kehlkopfzange, Zungenabhalter. Das ist alles haben die medizinhistorischen Sammlungen in den vergangenen Jahren zusammengetragen. Vieles ist im Museum zu sehen, doch genau so viel auch im Archiv. Diese dort verborgenen Schätze werden jetzt herausgeholt. Anlass ist die 20. Sonderausstellung von Museum und  Verein. Bisher wurden hier seit 2004 Malerei, Grafik, Fotografie und Objektgestaltung gezeigt. 

"Können Sie das gebrauchen?": Mit diesem Satz fängt das Sammeln an.  Die jetzt ausgestellten medizinischen Geräte und Instrumente haben zwar keinen direkten Bezug zum Museum mit dem Schwerpunkt  Bäderheilkunde und Gegenständen aus der  Heilstätte Gottleuba, aber es hat sich herumgesprochen, hier werden Zeitzeugen der Medizingeschichte bewahrt und präsentiert.

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Von Apotheke bis Zahnheilkunde

So hat der Verein Historische Sammlungen im Gesundheitspark Bad Gottleuba seit Eröffnung des Museums im Oktober 2001 zahlreiche  medizinische Geräte und Instrumente geschenkt bekommen. Von  Privatpersonen, Arztpraxen und von städtischen Krankenhäusern erhalten. Jedes Teil  wurde katalogisiert, in Wort und Bild erfasst und damit gerettet und für kommende Generationen bewahrt. So schlummern sie meist im Verborgenen.

Die Idee, sie in einer Sonderausstellung zu zeigen, bedeutete für Petra Schlaupitz mehr Arbeit. Sie kennt das Archiv bis ins Detail und durfte nun die Ausstellung gestalten, gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Die Besucher erwarten nun „Schätze von A bis Z“  - von A wie  Apotheke und Augenheilkunde über G wie  Geburtshilfe bis zur Zahnheilkunde. Begleitet von Geschichten zur Forschung und Entwicklung der medizinischen Versorgung. "Ebenso wird der Besucher staunen, was es doch alles für Ideen gegeben hat, Kranken zu helfen", sagt Angela Balow vom Verein. Da werde dann mancher froh sein, dass er damals nicht behandelt werden musste.

Ausstellung: Zu sehen ab 15. Februar, dienstags und samstags 13 bis  17 Uhr, sonntags 10 bis 17 Uhr. Das Museum befindet sich auf dem Bad Gottleubaer Klinikgelände. 

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