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A4 bekommt weitere Lkw-Parkplätze 

Die Stellplätze sollen an der Raststätte Dresdner Tor entstehen. Außerdem soll ein Ausbau auf vier Spuren je Richtung die Lage entspannen.

Ein Teil der A 17 soll im Herbst saniert werden. Das wird sich auf den Verkehr auf der A 4 auswirken.
Ein Teil der A 17 soll im Herbst saniert werden. Das wird sich auf den Verkehr auf der A 4 auswirken. © Karl-Ludwig Oberthuer

Fast wöchentlich kommt es auf der Autobahn 4 Höhe Wilsdruff zu schweren Unfällen. Das sehen auch die Verantwortlichen beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mit Sorge. Zurückzuführen seien die hohen Unfallzahlen auf den stark angestiegenen Verkehr auf diesem Autobahnabschnitt, sagt Isabel Pfeiffer, Sprecherin des Landesamtes. Eine Gefahrenquelle sei auch die Abfahrt Wilsdruff, die überdurchschnittlich stark genutzt werde.

Das Landesamt beruft sich auf eine Einschätzung der Unfallkommission, in der es mit der Polizei zusammenarbeitet, so Pfeiffer. Indirekt bestätigt auch die Bundesanstalt für Straßenwesen die Beobachtungen des Landesamtes. Nach deren Erhebungen hat der Verkehr auf der A 4 und dabei insbesondere der Lkw-Anteil daran deutlich zugenommen.

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Fuhren im Jahr 2003 täglich durchschnittlich rund 71.700 Fahrzeuge an der Zählstelle Rothschönberg bei Birkenhain vorbei, so waren es 2011 bereits 83.680 und 2018, aktuelle Zahlen gibt es noch nicht, 94.016 Fahrzeuge. Dieser Anstieg spiegelt sich auch in der Auswertung pro Stunde wider (siehe Tabelle). Die Sächsische Zeitung hat im Landesamt nachgefragt, was geplant ist, um die Lage zu entspannen. 

Wie soll die Autobahn sicherer gemacht werden? 

Nach Erkenntnissen des Lasuv gibt es auf der A 4 zwischen den Autobahndreiecken Nossen und  Dresden-West gleich mehrere Unfallhäufungsstellen, sagt Isabel Pfeiffer, Sprecherin des Landesamtes. Das Lasuv habe deshalb reagiert und in diesem Bereich die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 120 beziehungsweise Tempo 100 begrenzt. Die Erweiterung der A 4 auf vier Fahrspuren je Richtung ist in Planung. 

Ist eine Erweiterung der Raststätte Dresdner Tor geplant?

Die Tank- und Rastanlage Dresdner Tor soll auf der Südseite Richtung Görlitz erweitert werden. "Dazu soll ein an die Anlage östlich angrenzendes Flurstück verwendet werden", sagt Pfeiffer. Hier sollen weitere Lkw-Parkplätze entstehen. "Dort ist das Ziel, rund 90 zusätzliche Stellplätze zu schaffen", sagt Pfeiffer. Die Planungen für diese Erweiterung befinden sich noch am Anfang. Die bundeseigene Planungsgesellschaft Deges, die ab dem kommenden Jahr unter dem Namen Autobahn GmbH firmieren wird, wurde im vergangenen Jahr damit beauftragt. Die Fläche, die für die Erweiterung vorgesehen ist, gehört schon dem Bund.

© SZ Grafik

Bekommt Wilsdruff eine zweite Autobahnabfahrt?

Eine Entlastung der Anschlussstelle Wilsdruff ist indes nicht in Sicht. Die in der Vergangenheit schon öffentlich diskutierte Idee, das Wilsdruffer Gewerbegebiet Hühndorfer Höhe, direkt mit der A 4 zu verbinden, bleibt weiter nur ein Wunsch. "Es gibt keinerlei Absichten, eine neue Autobahnanschlussstelle für das Gewerbegebiet Wilsdruff zu planen", sagt Pfeiffer. Die Befürworter dieser zusätzlichen Anschlussstelle hatten zuletzt auf die Belegung des Gewerbegebietes hingewiesen. Dort haben unter anderem ein großes Aldi-Logistikzentrum, das Logistikunternehmen Wackler und der Paketdienstleister DPD ihren Sitz.

Die Raststätte Dresdner Tor in Wilsdruff soll erweitert werden. Hier sollen weitere Parkplätze entstehen. Die Planungen dazu sind gestartet.
Die Raststätte Dresdner Tor in Wilsdruff soll erweitert werden. Hier sollen weitere Parkplätze entstehen. Die Planungen dazu sind gestartet. © Andreas Weihs

Sind auf der A 4 auf Höhe Wilsdruff Bauarbeiten geplant?

Das Landesamt hat aber auch gute Nachrichten für die Wilsdruffer. Auf der A 4 sind in diesem Jahr keine größeren Bauarbeiten geplant. Die 2018 erfolgten Arbeiten haben die Erwartungen der Verantwortlichen im Lasuv hinsichtlich der Qualität erfüllt. "Gegenüber der ausgetauschten Fahrbahn hat sich der Fahrkomfort wahrnehmbar verbessert. Es gibt keine Beanstandungen", so Pfeiffer. 

Gebaut werde aber in der Nachbarschaft der A 4, konkret auf der A 17. Zwischen dem Dreieck Dresden-West und der Anschlussstelle Gorbitz soll auf beiden Seiten die Fahrbahn auf einer Länge von 3,6 Kilometern geneuert werden. So der Plan. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Juni beginnen und sollen im November abgeschlossen sein. Beim Lasuv geht man davon aus, dass das Auswirkungen auf die A 4 haben werde. 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es auf der Überfahrt von der A 4 aus Chemnitz kommend zur A 17 in Richtung Prag zu Staus kommen. Denn hier werde die Geschwindigkeit aufgrund der Baustelle bis auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert. 

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