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Die Prise Liebe zu Schals und Stiften

Olbersdorf. Die Bewohner des Altenheims füllen über 60 bunte Kartons für die diesjährige Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

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Von Angelika Hoyer

Carola Heiland pendelt als Assistentin zwischen Tischen und dem großen Stapel hübsch dekorierter Kartons umher. Die Ergotherapeutin des Hauses klebt auf jedes fertig gefüllte Päckchen Zettel. Darauf kreuzt sie an, ob die kleine Weihnachtsgabe darin für einen Jungen oder Mädchen und für welche Altersgruppe die Kleinigkeiten gedacht sind. „Wir entscheiden das aus dem Herzen heraus und packen überall auch ein wenig Liebe hinein“, sagt Helga Förster.

Dann ruft die alte Dame nach der Assistentin. Eine Zahnbürste muss doch noch irgendwo sein, die möchte sie haben. Die Tube Zahnpasta, ein kleines Puzzlespiel, Schokolade und ein Plüschtier sind schon drin im Karton. Rund um die sieben Frauen, die an diesem Vormittag insgesamt 65 Päckchen bestücken, sind Kisten verteilt. Hier bunte Fasermaler und Spielzeug, dort Schulhefte und Handtücher, dazu Schokolade, Handschuhe, Schals und kleine Häkeltäschchen. Einige dieser Schals hat Lydia Menzel im Laufe dieses Jahres gestrickt.

Leicht ist das der Heimbewohnerin mit den oft schmerzenden Händen nicht mehr gefallen. „Aber man hat auch ein Erfolgserlebnis“, sagt sie. Im vorigen Jahr haben die Mitarbeiter und Bewohner des Olbersdorfer Altenpflegeheimes „Friedrich Wagner“ erstmals an der Aktion für Kinder in Not teilgenommen. Irgendwann kam dann mal ein Video im Heim an mit Aufnahmen von der Übergabe. Meist gehen die Sendungen in Kinderheime verschiedener osteuropäischer Länder. Aber auch Kinder an der Straße haben unterwegs von den Transportbegleitern schon den einen oder anderen bunten Schuhkarton in die Hand gedrückt bekommen. In Olbersdorf begann die vorweihnachtliche Aktion bereits im Januar. Es wurde seither nicht nur gestrickt und gebastelt, sondern auch Geld und Spielzeug gesammelt. Angehörige und Mitarbeiter beteiligten sich. So konnte die Ergotherapeutin zu einem Großeinkauf starten. Heute gehen die Päckchen zur Friseuse. Ihr Salon ist der zentrale Sammelpunkt der Gemeinde. Für die aus Neugersdorf stammende Pflegedienstleiterin Doreen Stephan steht jetzt schon fest, „auch im nächsten Jahr machen wir wieder mit.“S.14

Information: 0180/57 75 77 1 oder

www.Geschenke-der-Hoffnung.org