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Die Probleme der Container-Standorte

Immer wieder ärgern vermüllte oder beschmierte Standorte Einwohner und Stadt in Görlitz. Dass nun einer entfernt wurde, macht das Problem nicht kleiner.

67 Containerplätze gibt es im Stadtgebiet von Görlitz.
67 Containerplätze gibt es im Stadtgebiet von Görlitz. © Thomas Fiedler

Von Patricia Serve

Überfüllte Altglasbehälter, vor denen Müll einfach abgelegt wurde. Mit Aufklebern „verzierte“ Altkleidercontainer. Containerstandorte machen immer wieder Ärger. Neben illegaler Müllabladung auch wegen Ignorieren der Einwurfzeiten oder wegen des schlechten Gesamtzustandes.

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67 der sogenannten Wertstoffcontainerplätze verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet, weitere Container stehen auf privaten Grundstücken, beispielsweise an Einkaufsmärkten. Einer von ihnen, jener an der Lausitzer Straße/ Ecke Schlesische Straße musste letzte Woche aus grundstücksrechtlichen Gründen entfernt werden, wie die Stadt mitteilt. Sie empfiehlt, dort die nächstgelegenen Wertstoffcontainerplätze an der Schlesischen Straße und am Stadtgarten zu nutzen.

Alle Container werden regelmäßig von einer durch den Landkreis Görlitz beauftragten Entsorgungsfirma geleert. Doch regelmäßig reicht manchmal nicht aus. Gerade die stark frequentierten Altglasbehälter sind schnell überfüllt. Das Ordnungsamt der Stadt bittet die Bevölkerung hier um Unterstützung: „Sollten Sie überfüllte Containerplätze wahrnehmen, können Sie über die an den Containern angebrachten Servicenummern direkt das Entsorgungsunternehmen oder alternativ das Amt für öffentliche Ordnung unter informieren“, sagt Sylvia Otto von der Stadtverwaltung. 

Die anderen Probleme sind dagegen weniger einfach zu lösen. Zum Beispiel die Ruhestörung, wenn außerhalb der festgelegten Zeiten (werktags 7 bis 20 Uhr) Glas in die Behälter geworfen wird. Das größte Problem ist aber die ständigen illegale Entsorgung von Haushaltsabfällen, Sperrmüll und Elektronikschrott an den Wertstoffcontainerplätzen. „Dadurch wird das Stadtbild verunstaltet und nicht zuletzt können die abgestellten Gegenstände auch eine Unfallquelle darstellen oder Ungeziefer anlocken“, erklärt Sylvia Otto. Die Firma Sapos organisiert im Auftrag der Stadt Görlitz die regelmäßige Reinigung der Wertstoffcontainerplätze und sorgt zusätzlich für die Beseitigung des illegalen Mülls. Dabei stellt sie fest, dass meisten der illegalen Abfälle gebührenfrei auf dem Wertstoffhof und bei mobilen Sammlungen abgegeben werden könnten.

Wer einen liederlichen Containerstandort oder illegalen Müll sieht, kann auch den Mängelmelder der Stadt nutzen. Vor einem Jahr eingerichtet, können Bürger hier eintragen, was sie im Stadtbild stört und bekommen auch eine Rückmeldung, wenn das Problem bearbeitet oder beseitigt wurde. Das Angebot wird von vielen Görlitzern angenommen. Auch aktuell finden sich Meldungen über Kleidungsstücke und Müll, die an Wertstoffcontainern abgeladen wurden, wie beispielsweise auf der Fichtestraße oder der Hartmannstraße. Die meisten Verschmutzungen konnten schon beseitigt werden, oder wurden zumindest an den Grundstückseigentümer weitergeleitet. Wenn jemand beim Verstoß gegen die Einwurfzeiten oder der illegalen Müllablagerung beobachtet wird, kann das mit einer Bußgeldstrafe je nach Schwere geahndet werden. Die Verursacher können jedoch nur selten ermittelt werden.

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/goerlitz

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