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Die RAA lehrt, Demokratie zu leben

Bei einem Modellprojekt sollen Eltern-Kind-Gruppen auch in Hoyerswerda entstehen.

Die RAA-Mitarbeiterinnen Christin Kusche (links) und Heike Thomasius sind verantwortlich für das Modellprojekt „Zusammenspiel“.
Die RAA-Mitarbeiterinnen Christin Kusche (links) und Heike Thomasius sind verantwortlich für das Modellprojekt „Zusammenspiel“. © Foto: Katrin Demcenzko

Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda. Gleichwertige Bildungschancen für alle Menschen, egal welcher Herkunft, und ihr friedliches Zusammenleben machen eine demokratische Gesellschaft aus. Die Basis dafür sind gegenseitiger Respekt und Toleranz, die nur entstehen, wenn sich Einheimische und Zugezogene regelmäßig zwanglos begegnen und kennenlernen können. Dafür braucht es tragfähige Strukturen, an deren Schaffung die Mitarbeiter der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen und der RAA Sachsen beteiligt sind.Vom 2020 bis 2024 läuft das Modellprojekt „Zusammenspiel“ in den Landkreisen Bautzen und Görlitz, um das demokratische Miteinander junger Eltern und ihrer Kinder zu fördern. Es sollen neue Eltern-Kind-Gruppen für bis zu Dreijährige entstehen. „Bestehende Gruppen werden auf Wunsch unterstützt“, sagte Christin Kusche von der RAA Hoyerswerda/ Ostsachsen. Die Teilnehmer treffen sich einmal wöchentlich in einer Kita oder einer Einrichtung mit Familienbildungsangeboten. Dort lernen sich die Kinder bei kleinen Spielen oder beim Singen kennen. Das fördert ihren Spracherwerb und gleichzeitig erleben sie mit ihren Eltern verschiedene Kulturen. Die Erwachsenen finden Kontakt zueinander und bauen Nähe auf, erklärte Heike Thomasius von der RAA Sachsen.Die Eltern-Kind-Gruppen werden von ehrenamtlichen ElternbegleiterInnen angeleitet, die von den RAA-Mitarbeiterinnen regelmäßige Schulungen erhalten. Diese Gruppen entstehen im Projektverlauf und orientieren sich am Bedarf der TeilnehmerInnen. ElternbegleiterInnen erhalten für ihre regelmäßige Tätigkeit eine kleine Aufwandsentschädigung. Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, um zivilgesellschaftliches Engagement weiter zu stärken.Am 9. Oktober von 9 bis 11 Uhr werden Christin Kusche und Heike Thomasius ihr Modellprojekt „Zusammenspiel“ erstmals im Jugendclubhaus Ossi der Öffentlichkeit vorstellen. Interessierte Eltern können dazu ihre kleinen Kinder mitbringen, denn freie Spielmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Wer ElternbegleiterIn werden möchte, kann sich unter [email protected] melden. Um die Gruppentreffen möglichst wohnortnah durchführen zu können, werden auch Kitas und andere geeignete Träger gesucht.

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