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Die reichen Worte eines armen Mannes

Das Wahlergebnis in Griechenland war absehbar. Ebenso, wie der schier unaufhaltsame Aufstieg des Linksbündnisses Syriza unter Alexis Tsipras alles andere als überraschend verlief. Er ging nahezu parallel einher mit dem sozialen Abstieg großer Teile der Bevölkerung.

Das Wahlergebnis in Griechenland war absehbar. Ebenso, wie der schier unaufhaltsame Aufstieg des Linksbündnisses Syriza unter Alexis Tsipras alles andere als überraschend verlief. Er ging nahezu parallel einher mit dem sozialen Abstieg großer Teile der Bevölkerung.

Und der wiederum war vor allem zwei Faktoren geschuldet: Zum einen der nahezu hemmungslosen Ausgabenpolitik und Selbstbedienungsmentalität jener beiden Parteien, die Griechenland über 40 Jahre lang regiert haben. Zum anderen aber auch der Krisenpolitik von EU und Internationalem Währungsfonds, die bislang völlig einseitig auf Ausgabenkürzungen ausgerichtet war, ohne Rücksicht auf jegliche sozialen Verluste. Das ist etwa so, als würde man einem armen Mann die Verpflegungsration zusammenkürzen mit der erklärten Absicht, er möge doch ab jetzt über Jahre hinweg effizienter arbeiten, um danach wieder auf seinen alten – verarmten – Stand zu kommen. Kein Wunder, wenn der dann einen Ausweg sucht, der ihm mehr verspricht.

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Griechenlands Wahlsieger Tsipras verspricht deutlich mehr. Der einzige Haken daran: Außer reichen Worten hat er nicht viel zu bieten. Auch er ist nur ein armer Mann. Denn das Geld, um seine Wahlversprechen einzulösen, hat er nicht. Auch nicht als möglicher Regierungschef.