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Die Rentner und was auf sie zukommt

Die Zahl der deutschen Rentner beträgt gegenwärtig 19,5 Millionen, die durchschnittliche Bruttorente erreicht monatlich 1 176 Euro. Das Rentenniveau liegt dabei im Osten höher als im Westen (Grafik), weil in der DDR die Lebensarbeitszeit deutlich länger war.

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Die Zahl der deutschen Rentner beträgt gegenwärtig 19,5 Millionen, die durchschnittliche Bruttorente erreicht monatlich 1 176 Euro. Das Rentenniveau liegt dabei im Osten höher als im Westen (Grafik), weil in der DDR die Lebensarbeitszeit deutlich länger war. So blicken 92 Prozent der gegenwärtigen Rentner und 45 Prozent der Rentnerinnen im Osten auf über 40 Versicherungsjahre zurück, im Westen sind das nur 70 beziehungsweise 17 Prozent.

In der Rentenkasse klafft ein Milliardenloch. Die rot-grüne Bundesregierung will aber die Versicherungsbeiträge stabil bei 19,5 Prozent halten, damit die Lohnnebenkosten nicht weiter steigen. So entschied sie sich für Sparmaßnahmen.Nullrunde: Die zum 1. Juli fällige Rentenanpassung an die Lohnentwicklung soll es nächstes Jahr nicht geben. Das würde die Rentenkasse um etwa eine Milliarde Euro entlasten. Bei einer angenommenen Inflationsrate von 1,5 Prozent würde die Kaufkraft der jetzigen Rente in gleichem Maße sinken.

Volle Übernahme der Pflegeversicherung: Von April 2004 an sollen die Rentner den vollen Beitrag von 1,7 Prozent aufbringen. Bisher zahlen die Rentenversicherer die Hälfte.

Gesetzlich ebenfalls schon beschlossen ist die Gesundheitsreform mit steigenden Lasten auch für Rentner.