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Die Ruinen müssen weg

über den Verfall ganzer Landstriche

Mandy Schaks

Mit den Ruinen scheint es wie mit den Bäumen zu sein: Die wachsen einfach nach. Nur ein Wald ist ein wahrer Schatz, der Generationen Freude macht. Bruchbude an Bruchbude hingegen ist eine Belastung, an der Generation um Generation immer schwerer zu tragen hat. Und irgendwann ist es eine Frage der Zeit, bis keiner mehr da ist, der diese Last schultern kann. Wenn das nicht eintreten soll, muss etwas geschehen. Viele Leute ärgern sich zunehmend über Ruinen. Aus gutem Grund: Etliche Gebäude stehen inzwischen seit Jahrzehnten leer und verfallen. Zum Teil gibt es schon keine Hoffnung mehr, dass daraus überhaupt noch etwas zu machen ist und eigentlich nur noch der Abriss bleibt. Aber da tut sich nicht genug, weil sich Eigentümer und Kommunen nur schwer einig werden und auch der Abriss Geld kostet. Während diese Ruinen immer ruinöser und gefährlich werden, sind die nächsten Bauten auf dem Weg dahin. Das ist bitter gerade in Orten wie Kipsdorf, wo schon jetzt einige marode Häuser zu besichtigen sind. Wer will da hinziehen? Dort investieren? Es gibt nur einen Ausweg: Bruchbuden müssen weg. Da brauchen die Städte und Gemeinden mehr Hilfe. Denn der Wille allein reicht nicht.

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