SZ +
Merken

Die Sache mit der verrückten Katze

Theater. Eine kunterbunt gemischte Kindergruppe stellt Lebenswelten vor.

Teilen
Folgen

Von Monika Dänhardt

Die Truppe von 14 Kindern mimt voller Begeisterung ein Fußballspiel, durch das eine unheimliche Katze schleicht. Erst auf dem zweiten Blick lässt sich erkennen, dass hier Nichtbehinderte und Behinderte, Deutsche und Ausländer fröhlich miteinander spielen.

„Das war der Sinn der Sache“, sagt Christian Schmidt. Er ist Theaterpädagoge an der Staatsoperette und betreut mit der Theaterpädagogin Antje Grüner als „Theaterbrigade“ verschiedene Projekte, bei denen Kinder, Jugendliche, auch Erwachsene die Lust am Theaterspiel ausleben können. Diesmal hatten sich die zwei dabei das Thema Integration mit auf die Fahnen geschrieben. Sechs Tage lang erarbeiteten sie mit den Kindern das Theaterstück „Lebenswelten“.

Zunächst erzählten alle aus ihrem Alltag, berichteten von Träumen und Zukunftswünschen. Wobei sich schnell zeigte, dass so unterschiedlich ihre Welten gar nicht sind. Aus den Erzählungen entstanden kleine Szenen. Doch anfangs fehlte ihnen der Pfiff. „Von den Kindern kam dann die Idee, dass eine verrückte Weltraumkatze ihr Leben durcheinanderbringen könnte“, erzählt Christian Schmidt. So wurde ein Kind zu dem verrückten Tier und die Geschichte rund. Mit viel Bewegung, ohne Kostümverkleidung brachten die frisch gebackenen Darsteller dann gestern ihr kleines Spiel im Projekttheater, hier hatten sie auch die ganze Zeit geprobt, zur Premiere. Zuschauer waren vor allem Eltern, Lehrer, Freunde und vielleicht erstaunte es manchen im Publikum, wie problemlos Kinder zueinanderfinden.