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Die Seifenmacher

„Sommerseife selbst hergestellt“ hieß der Workshop mit Anke Lischka in Nochten.

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Von Bernhard Donke

Für die acht Frauen und Sven Schmied hieß es am Mittwochabend im Veranstaltungsraum des Informationszentrums im Findlingspark Nochten beim Workshop „Sommerseife“ von Anke Lischka von der Ali Savon-Seifenmanufaktur aufmerksam zuzuhören. Die aus Neupetershain kommende junge Frau erläuterte den neun Teilnehmern aus Boxberg, Hoyerswerda und Weißkeißel erst einmal die theoretischen Dinge zur Seifenherstellung, wie Rezepturen, Herstellungsweise, Verwendung der Sommerseife.

Seifen werden aus Fett, Öl und unter Zusatz von Lauge hergestellt. Ihre besondere Note erhalten sie durch Zusätze von ätherischen Ölen, die dann auch wieder teilweise ihren Verwendungszweck bestimmen. Die farblichen Unterschiede bekommt man durch Zusatz von natürlichen Farbstoffen wie Möhrensaft, Orangensaft, aber auch durch Zugabe von Lebensmittelfarbe. Der gewünschte Duft entsteht durch Zusatz von Parfümölen, die es in vielen Duftrichtungen gibt. So kann man der Seife den Duft von Rosen bis hin zu exotischen Früchten geben – gerade die richtigen Düfte für die Herstellung einer Sommerseife in alter Handwerkertradition.

Zuletzt in Formen gegossen

All diese Dinge erfuhren die interessierten Workshop-Teilnehmer, ehe es dann an die praktische Seifenherstellung ging. Dazu mussten die Teilnehmer aber aus Sicherheitsgründen verschiedene Schutzmittel wie Schürze, Schutzbrille und Handschuhe anziehen.

In drei Gruppen wurde dann Seife hergestellt. Zuerst wurde das Fett auf einer Heizplatte erhitzt, bis es geschmolzen war. Dann wurden Lauge und Öl vorsichtig dazugegeben. Mit einem Pürierstab wurde alles zu einer cremigen Masse verrührt. Dann kamen der ausgewählte Duft- und Farbstoff hinzu. Die so gewonnene flüssige Masse wurde in die bereitgestellten Formen gegossen.

Hier muss die Masse dann gut vier Wochen aushärten, ehe man sie zur Körperpflege verwenden kann.