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Die Sieben-Türme-Tour

Schöne Aussichten: Wer zu Ostern hoch hinaus will, dem empfehlen wir diesen Ausflug per Rad oder mit dem Auto. Am besten aber mit beidem.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Sie sind die Verbindung zwischen Himmel und Erde – Aussichtstürme. Sieben von ihnen gibt es im Dresdner Heidebogen und im Schraden. Sie wurden zu einer Ausflugstour zusammengestellt. Die SZ hat sie getestet – und zwei Tage gebraucht.

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Großenhain: Kupferberg-Aussichtsturm
Großenhain: Kupferberg-Aussichtsturm
Oberlichtenau: Keulenbergturm
Oberlichtenau: Keulenbergturm
Kamenz: Lessingturm auf dem Hutberg
Kamenz: Lessingturm auf dem Hutberg © Wolfgang Wittchen
Großenhain: Bergfried des Kulturschlosses
Großenhain: Bergfried des Kulturschlosses
Der Heidebergturm bei Strauch. Er wurde vor fünf Jahren errichtet, befindet sich auf Brandenburgs höchster Erhebung: der 201,4 Meter hohen Heidehöhe. Fotos:Brühl/Wittchen/Davids/Krüger-M.
Der Heidebergturm bei Strauch. Er wurde vor fünf Jahren errichtet, befindet sich auf Brandenburgs höchster Erhebung: der 201,4 Meter hohen Heidehöhe. Fotos:Brühl/Wittchen/Davids/Krüger-M.

Erste Station: Heidebergturm bei Strauch: 34 Meter hoch, 162 Stufen

Beginnen wir in Preußen. Das Auto muss man am neuen Waldparkplatz vor Strauch abstellen. 1,2 Kilometer geht es nun zu Fuß oder per Rad die Höhe hinauf. Der Ausblick vom neun Etagen hohen Turm ist grandios: Man kann bei gutem Wetter weit in die Leipziger Tieflandsbucht bis zum Collm und in die Lausitz hinein bis zum Keulenberg blicken. Ostern soll es auch wieder gastronomische Versorgung hier geben.

Zweite Station: Kupferbergturm Großenhain: 18 Meter hoch, 60 Stufen

Über die B101-Umleitung fährt man von Strauch in den Großenhainer Süden. Auf dem Kupferberg gibt es nicht nur eine Gaststätte mit Hotel, sondern den vor einigen Jahren wiedereingeweihten Aussichtsturm, um den sich der Verschönerungsverein kümmert. Nach de

Dritte Station: Großenhainer Schloss-Bergfried: 27 Meter hoch, 96 Stufen

Inzwischen ist es Mittag, eine Stärkung gibt es im Schlosskeller im Stadtzentrum. Seit diesem Jahr wird allerdings vom Kulturschloss auch ein Imbiss auf der Frei-Terrasse des Bergfriedes geboten, und zwar immer zu den Öffnungszeiten. Man geht einfach durch den Seiteneingang und läuft nach oben. Die Bergfriedbetreuung mit Klaus Hammerlik beginnt erst am 27. April, immer sonntags von 13 bis 17 Uhr (1 Euro).

Vierte Station: Zochauer Heideturm: 6 Meter hoch, 37 Stufen

Über Thiendorf und durch Lüttichau-Anbau geht die Fahrt weiter bis hinter Lüttichau.

Dort ist links der Straße ein kleiner gekennzeichneter Parkplatz mit Hinweistafeln. Gut, wer jetzt ein Fahrrad dabei hat. Zum Turm auf dem Bornberg in der Königsbrücker Heide sind es noch 1,8 Kilometer. Ein Zapfenzeichen weist den Weg. Erreicht man den Schlagbaum, sind es noch reichlich zehn Minuten per Rad. Das kann man am Aussichtsturm in einem Stammständer abstellen. Auch eine Bank mit Tisch ist da. Von oben schaut man auf die Heideflora.

Fünfte Station: Haselbergturm Königs-

brück, 190 Meter hoch, 156 Stufen

Ebenfalls in der Königsbrücker Heide, auf dem Haselberg bzw. der Wettinhöhe, steht ein Aussichtsturm mit neun Etagen. Man fährt bis zum NSG-Besucherzentrum Weißbacher Straße oder zum Wanderparkplatz an der Hoyerswerdaer Straße. Dort, am Neuen Lager, beginnt der Turmpfad. Man passiert zuerst auf einer Pflasterstraße alte russische Garnisonshäuser, dann einen riesigen Solarpark. Auf einem gut ausgeschilderten Weg geht es bei straffem Schritt zu Fuß eine Dreiviertelstunde bis zur Wettinhöhe. Die gigantische Aussicht geht hier bis zur Kirche Dobra oder Kronospan Lampertswalde. Am Ostermontag um 10 Uhr führt Uta Davids als Madame Rosa auf der familienfreundlichen Wanderung.

Sechste Station: Keulenbergturm Ober-

lichtenau, 413 Meter über NN.

Realistisch ist, diese und die letzte Station für einen zweiten Tag zu planen. Das Auto kann am Bibelgarten Oberlichtenau geparkt werden, der ist über Ostern auch offen. Dann geht es 45 Minuten über den Naturlehrpfad auf den Gipfel. Der Turm ist um eine Station der sächsischen Triangulation von 1864 gebaut und hat zwei Etagen.

Siebente Station: Lessingturm Kamenz/

Hutberg, 24 Meter, 92 Stufen

In Kamenz parkt man am Fuße des Hutbergs. Dann noch 15 Minuten Aufstieg.