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Die skurrilsten Extras fürs Auto

Vom Picknickplatz im Kofferraum bis zum digitalen Furzgeräusch: Hersteller sind um keine verrückte Idee verlegen.

Hier wird der Kofferraum zum Picknicktisch.
Hier wird der Kofferraum zum Picknicktisch. © dpa

Zwischen Standards wie Navigation oder Soundsystem mischen sich immer wieder ein paar exotische und exklusive Extras fürs Auto. Zwar findet man die vor allem bei den Luxusmarken, wo sie oft mehr kosten als mancher Kleinwagen. Doch auch bürgerliche Fabrikate bieten mitunter faszinierende Optionen. Die gibt es manchmal sogar serienmäßig.

Wer unterwegs oft hungrig ist und keine Lust auf Drive-in-Küche hat, der nimmt sich was zu essen mit und macht unterwegs ein Picknick. Dafür kann man das heimische Geschirr nehmen oder sich einen professionellen Hamper kaufen. So nennen die Engländer den prall gefüllten Picknickkorb und nehmen das gerne in ihren Zubehör-Katalog auf – bei Luxusmarken wie Rolls-Royce, Land Rover oder Bentley gerne auch maßgeschneidert und elektrisch gekühlt. Preise weit jenseits von 10.000 Euro sind dann allerdings keine Seltenheit.

Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden

Zur langen Einkaufsnacht unter dem Motto "Late Night Shopping" lädt das City Management Dresden am Freitag, 2. Oktober, in die Dresdner Innenstadt ein. Vom Neumarkt an der Frauenkiche bis zur Prager Straße beteiligen sich zahlreiche Händler und die großen Einkaufsgalerien an der Aktion.

Etwas mehr Komfort für Hinterbänkler gibt es nicht nur auf den Loungesesseln in langen Luxuslimousinen. Mit einem clevereren Trick lädt Skoda die Passagiere im Fond zum Nickerchen ein. Ein kleines, weich gepolstertes Horn an der Schlaf-Kopfstütze lässt sich etwa im Superb oder im Kodiaq nach vorne klappen und hält so das Haupt der müden Passagiere.

Als wäre ein Rolls-Royce nicht schon auffällig und seine Kühlerfigur nicht prominent genug, bieten die Briten für die „Spirit of Ecstasy“ genannte Skulptur ein aufwendiges Tuning an. Auf Wunsch gibt es die handgroße Kühlerfigur nicht nur in Gold, sondern auch aus Kristallglas, und dann sogar mit Beleuchtung, sodass einem auch nachts die volle Aufmerksamkeit gewiss ist.

Schampuskelch in der Armlehne

BMW und Mercedes inszenieren ihre Modelle auf Wunsch ebenfalls für den nächtlichen Auftritt: Im Geländewagen X 6 gibt es darum gegen Aufpreis erstmals eine beleuchtete Niere, bei den Schwaben bringt eine LED-Installation den Stern im Kühlergrill zum Strahlen.

Nicht erst seit Corona werden viele Ereignisse aus dem Auto heraus beobachtet. Und während sich der Amerikaner dabei einfach auf die Pritsche seines Pick-ups hockt, bewahren die Briten mal wieder ihre guten Manieren. Geländewagen, wie der Range Rover, haben deshalb eine geteilte Heckklappe, bei der die untere Hälfte als Sitzbank dient. Und wenn man einen schnell mal fünfstelligen Betrag drauflegt, gibt es für Autos von Range Rover, Bentley oder Rolls-Royce auch Klappsitze von der feineren Sorte – mit Alurahmen und Lederbezug.

Barfächer gehören zu Edel-Limousinen wie die Liegesitze und die Rollos vor den Fenstern. Doch am oberen Ende der Preisskala begnügt man sich nicht mit einem schnöden Kühlfach und ein paar billigen Bechern. Im neuen Mercedes-Maybach GLS liegen für den stilvollen Schluck zwischendurch Champagnerkelche aus massivem Silber in der Armlehne.

Viele Autohersteller beweisen auf ihren Ausstattungslisten auch ein Herz für Tiere und bieten deshalb vor allem bei Kombis und Geländewagen zahlreiche Optionen für den sicheren und bequemen Transport an. Doch wo es bei Mercedes, VW und Co. meist schlichte Trenngitter, Schutzdecken oder Käfige gibt, hat Aston Martin für den neuen DBX ein feudales Pet Pack samt Ruhekissen und silbernen Näpfen entwickelt.

Der Duftbaum ist out

Wunderbäume und Lufterfrischer sind von gestern. Auch, weil die Autohersteller keine geschäftige Gelegenheit auslassen, um allen Sinnen zu schmeicheln. So haben sie längst eigene Duftspender kreiert, natürlich elektronisch gesteuert und mit individuellen Parfüms bestückt. Bei Mercedes zum Beispiel gibt es eigene Noten für Coupés, Cabrios und natürlich erst recht für den noblen Ableger Maybach.

Wo andere in der Luxusklasse auf Lack und Leder stehen und ein Vermögen für Hölzer oder Häute ausgeben, pflegt die Toyota-Kundschaft offenbar einen etwas traditionelleren Geschmack. Für das ausschließlich in Japan angebotene Flaggschiff Century gibt es deshalb eigene Häkeldecken und Schutzbezüge, die verdächtig nach Großmutters Heimarbeit aussehen.

Spaßig geben sich ein paar elektronische Extras, die Tesla in seinem Infotainmentsystem versteckt hat. So kann man sich nicht nur ein virtuelles Kaminfeuer auf den großen Bildschirm in der Mittelkonsole zaubern, sondern seine Mitfahrer sogar mit künstlichen Furzgeräuschen foppen. (dpa)

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