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Die Sörmitzer Au wächst

Nach Osten wird die letzte Erschließungsstraße mit 24 Grundstücken gebaut. Für die Häuser an der Bergstraße fällt der Flutschutz mit ab.

Von Jens Hoyer

Emsige Wühltätigkeit bei Sörmitz: Vom Gewerbegebiet Ost bis zum Wohngebiet Sörmitzer Au haben Bauarbeiter auf dem Feld auf einer Trasse die Muttererde beiseite geräumt. Eine neue Straße ins Wohngebiet? Nein, die Stadtwerke lassen eine zusätzliche Erdgasleitung verlegen, was allerdings auch ein Zeichen für die Expansion der größten Eigenheimsiedlung Döbelns ist. Und sie wächst unaufhörlich weiter. Damit der Gasdruck durch die zusätzlichen Verbraucher nicht sinkt, gibt es noch eine Einspeisung samt Gasstation aus Richtung Osten.

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Vor zwei Jahren war der Rotdornweg als vorerst letzte Straße gebaut worden. Die Grundstücke sind mittlerweile verkauft. In den nächsten Wochen wird ein weiteres Stück des Wohngebietes erschlossen. An der Verlängerung der Ahornstraße stehen dann 24 neue Grundstücke zur Verfügung, acht davon sind schon verkauft, sagte Torsten Kurth von der Sparkasse Döbeln, die das Wohngebiet für die Sparkasse Landsberg vermarktet.

Mit der neuen Straße ist das Wachstum des Wohngebiets in Richtung Osten dann aber abgeschlossen. Mehr gibt der Bebauungsplan nicht her. In Richtung Norden steht aber noch eine Fläche zur Verfügung. 50 bis 60 weitere Grundstücke können in zwei bis drei Bauabschnitten erschlossen werden.

Durch die ruhige Lage ist die Sörmitzer Au besonders kinderfreundlich, sagte Kurth. Und Kinder gebe es viele in dem Wohngebiet. Nicht nur junge Familien haben gebaut, auch Geschäftsleute und Menschen, die sich im neuen Haus zur Ruhe setzen wollten. Andere pendeln von Döbeln aus nach Leipzig oder Dresden.

Mit der neuen Erschließungsstraße wird auch der Fuß- und Radweg an der südlichen Seite des Wohngebietes realisiert, sagte Kurth. Um den hatte es heftige Diskussionen gegeben. 16 Bewohner stellten einen Antrag bei der Stadt, den Bebauungsplan zu ändern, weil sie den Weg für unnötig, zu steil und seine Unterhaltung als für die Stadt zu teuer ansahen. Die Stadt ging das Problem demokratisch an. Eine Umfrage ergab: 64 Bewohner wollen den Weg, nur 32 sind dagegen. Deshalb wird er jetzt gebaut.

Auch die Bewohner der Nachbarschaft sollen Nutzen aus der Erweiterung des Wohngebiets ziehen. Im vergangenen Jahr waren die Grundstücke an der Bergstraße nach schweren Regenfällen von den vom Feld abfließenden Wassermassen überflutet worden. Ein Damm soll das verhindern helfen. Er wird mit dem Material aufgeschüttet, das bei der Erschließung anfällt. Die Stadtverwaltung hatte deswegen erfolgreich mit dem Eigentümer verhandelt. Das Wasser soll zur Ahornstraße hin abgeleitet werden, die über eine ausreichend dimensionierte Entwässerung verfügt, sagte Kurth. Das Regenauffangbecken im unteren Teil des Wohngebietes sei bisher noch nicht einmal ansatzweise gefüllt gewesen. Die Geländeprofilierung lasse das Wasser in eine andere Richtung fließen. Der Damm soll auch nur für einige Jahre bestehen bleiben. Wenn der nördliche Teil der Sörmitzer Au oberhalb der Bergstraße erschlossen ist, hat er sich erübrigt.