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„Die Stadt gibt sich mit der Willkommenskultur für Asylbewerber viel Mühe“

Die Linken-Politikerin Kathrin Kagelmann macht sich vor Ort ein Bild, wie Rothenburg auf Asylbewerber vorbereitet ist.

Bei ihrer Frühjahrstour hat die Kreistagsfraktion Die Linke jüngst Station in Rothenburg gemacht. Dort sollen bald Asylbewerber an der Friedensstraße einziehen. Die SZ hat mit der Fraktionsvorsitzenden der Partei im Kreistag Görlitz, Kathrin Kagelmann, über ihre Eindrücke gesprochen.

Frau Kagelmann, ist Rothenburg

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auf die Asylbewerber vorbereitet?

Rothenburg hat es verstanden, die Bürger rechtzeitig zur geplanten dezentralen Unterbringung von Asylsuchenden in der Stadt zu informieren. Ein Tag der offenen Tür am 6. Juni soll durchgeführt werden, um weitere Transparenz herzustellen. Die Stadt gibt sich viel Mühe, Konflikte im Vorfeld zu klären und eine Willkommenskultur zu organisieren.

Welche Voraussetzungen müssen

noch geschaffen werden, um die

Asylbewerber optimal an der

Friedensstraße unterzubringen?

Ansprechpartner, also Sozialarbeiter, für Asylbewerber und Bürger müssen vom Landkreis gestellt und ein Sicherheitskonzept erstellt werden. Die Wohnungen sind vorzurichten, ein Spielplatz wird erstellt. Partnerschaften zwischen Asylbewerbern und Bürgern wären wünschenswert, um Akzeptanz und Integration zu fördern.

Bisher ist zum Beispiel offen gewesen, wie ein Kita-Besuch für die Kinder finanziert werden soll …

Nach Auskunft der Bürgermeisterin stehen Kita-Plätze in der Stadt zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt über den Landkreis.

Gibt es weitere Probleme, die

bezüglich der Asylbewerber

besprochen worden sind?

Die Entfernung zur Stadt, eventuelle Gefahren durch zu schnell fahrende Autos auf der Hauptstraße, Haftpflichtversicherung im Falle eines Schadens sowie die Gründung des Willkommensbündnisses im Mai – die Mitarbeit von Vereinen und Bürgern ist erwünscht – sind weitere Themen, die besprochen worden sind.

Das Gespräch führte Katja Schlenker.