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Die Stadt sitzt in der Falle

über sozialen Wohnungsbau

Tobias Winzer

Dresden braucht auch in Zukunft günstige Wohnungen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Der Neubau rechnet sich für Investoren erst ab einer Kaltmiete von 7,50 Euro pro Quadratmeter. Durch diejenigen, die in die neuen teuren Wohnungen ziehen, werden zwar alte Wohnungen frei. Doch wegen der steigenden Preise bei Neuvermietungen sind auch dort keine billigen Mieten mehr zu erwarten. Die Belegrechte sind zwar ein geeignetes Mittel. Da die meisten Wohnungen in Prohlis, Gorbitz oder Reick liegen, besteht die Gefahr der Ausgrenzung ärmerer Menschen. Die Stadt steckt gewissermaßen in der Falle.

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Sommer, Sonne, Sonnenschutz
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Ein sonniger Tag tut Körper und Geist gut. Doch ob auf dem Balkon, im Garten oder am Wasser: Hautschutz ist dabei unerlässlich.

Mit dem Verkauf der eigenen Wohnungsgesellschaft hat sie sich 2006 schuldenfrei gemacht. Dass diese Entscheidung Nachteile hat, zeigt sich in der jetzigen Situation. Andererseits spart die Stadt jedes Jahr Millionen Euro, weil sie keine Zinsen auf Kredite zahlen muss. Sie kann sich neue Schulen, neue Kitas, einen neuen Kulturpalast und ein Kulturkraftwerk leisten. Dresden hat mit dem Woba-Verkauf einen eigenen Weg eingeschlagen, muss ihn nun aber auch beim Schaffen günstiger Mietwohnungen finden.

Ein Mittelweg aus neuer Woba, wie es die Linke fordert, und Hoffen auf Investoren, wie es die Stadtspitze zurzeit tut, wäre richtig. So, wie es Grüne und SPD vorschlagen, muss die Stadt der Stesad oder den Genossenschaften eigene Grundstücke verkaufen. Wenn sie dafür weniger als möglich verlangt, kann sie im Gegenzug auch günstige Mieten fordern.