SZ +
Merken

Die Stadt will den Jahnatal-Radweg

Die Gemeinden entlang des Flüsschens haben schon genaue Vorstellungen darüber, wie die Route aussehen soll. An der Mündung zieht man nun nach.

Teilen
Folgen

Von Britta Veltzke

Die Stadtverwaltung Riesa will ihn – den durchgängigen Radweg entlang der Jahna. Am Donnerstag ist man diesem Ziel schon etwas näher gekommen. In der Sitzung des Bauausschusses berichteten Vertreter der Gemeinde Ostrau über ihre Vorstellungen. Die kleine Kommune an der Jahna hat die Vorreiterrolle beim Ausbau des Radweges übernommen. Sie will einen durchgängig befahrbaren Weg an beziehungsweise in unmittelbarer Nähe der Jahna mit einheitlicher Beschilderung. Säumen sollen den Weg Info-Tafeln sowie ansehnliche Rastplätze. Die Ostrauer stellen sich eine rasche Umsetzung der Pläne bereits ab kommendem Jahr vor.

In Riesa hat es schon mal den Versuch gegeben, den Weg auszubauen. Die Pläne verliefen sich jedoch im Sande. Immerhin ist die Studie, die damals angefertigt wurde, noch brauchbar. Darin gibt es drei Weg-Vorschläge aus dem Riesaer Stadtgebiet, auf die nun wieder zurückgegriffen werden kann.

Eine Route führt direkt an der Jahna entlang – und damit auch über privaten Grund und Boden. Um Landerwerb und konfliktreiche Enteignungen zu umgehen, bevorzugt Baubürgermeister Tilo Lindner aber eine Strecke durch die Dörfer Jahnishausen, Nickritz, Mergendorf und Poppitz. Von dort aus ginge die Route Am Reiter entlang und durch den Stadtpark bis zur Mündung der Jahna in die Elbe. Lindner betrachtet die „dörfliche Route“ als die einzige Variante, die in naher Zukunft umgesetzt werden könnte. Im Vergleich zu den anderen Optionen ist sie auch die günstigste, da wenige Investitionen für die Umsetzung nötig wären. Einige Ausschussmitglieder kritisierten allerdings die Distanz zum Fluss. Andererseits würde die Route über die Dörfer die Fahrradweg-Situation der Ortschaften verbessern. Der Baubürgermeister möchte nun so schnell es geht eine Beschlussvorlage für den Stadtrat erarbeiten, der letztlich darüber entscheiden wird, wie und wo der Weg entsteht.