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Die Stadt will einen Museumspreis

Großröhrsdorf. Die Stadt Großröhrsdorf hat sich mit ihrem Museum der Bandweberei für den „Sächsischen Industriekulturpreis“ beworben. Das Museum wurde aufwendig umgebaut, erweitert und Ende 2010 in neuem Gewand wiedereröffnet.

Großröhrsdorf. Die Stadt Großröhrsdorf hat sich mit ihrem Museum der Bandweberei für den „Sächsischen Industriekulturpreis“ beworben. Das Museum wurde aufwendig umgebaut, erweitert und Ende 2010 in neuem Gewand wiedereröffnet. Es zeigt die Entwicklung der Bandweberei vom einfachen Handwebstuhl von 1680 bis zum modernen Webautomaten. Darüber hinaus erhalten die Besucher Einblicke in die Vielfalt historischer Bänder. Aber das ist längst nicht alles. In einer ehemaligen Weberei ist ein Erlebnis-Museum entstanden. Alle Maschinen wurden restauriert. Sie sind funktionstüchtig und können vorgeführt werden. Vor einigen Jahren bewarb sich die Stadt bereits für den „Sächsischen Museumspreis“, ging aber leer aus. Mittlerweile hat sich die Sichtweise durchgesetzt, dass in der Vielfalt sächsischer Museen, die einzelnen Sparten schwer vergleichbar seien, so Bürgermeisterin Kerstin Ternes.

In diesem Jahr wird deshalb erstmals der Industriekulturpreis vergeben. Die Festveranstaltung ist heute in Dresden. Gerade in Sachsen gibt es einen großen musealen Schatz aus der industriellen Geschichte des Landes. Schließlich beruht das Selbstverständnis Sachsens als Industrieland auf einer 500-jährigen Gewerbetradition und einem innovativen Mittelstand. Die der Bandindustrie gehört dazu. Kerstin Ternes: „Deshalb haben wir uns zu einem zweiten Anlauf entschlossen und für den Industriemuseumspreis bewerben.“ Die Anregung für den Preis kam vom Sächsischen Wissenschaftsministerium. Der Preis wird von der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft gemeinsam mit dem Ministerium vergeben und ist mit 10  000 Euro dotiert. Der Preis würdigt die für sächsische Industriekultur tätigen Menschen und soll Ansporn sein, den industriekulturellen Reichtum Sachsens zu erhalten, zu pflegen und zu vermitteln. Wissenslücken sollen geschlossen, sächsische Industriekultur popularisiert, Vergangenheit und Zukunft verbunden werden. (SZ/ha)

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