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Die Störche kommen

In Reichenbach haben die Tiere offenbar den künstlichen Ersatzbau angenommen. Auch die Kodersdorfer Störche müssen sich umorientieren.

© Constanze Junghanß

Vor sechs Jahren ließ sich das Weißstorchpaar zum ersten Mal auf dem alten Schornstein einer ehemaligen Gärtnerei in Reichenbach nieder. 2019 war die Aufzucht der Küken erfolgreich. Ende vergangenen Jahres fiel der Schornstein. Er wurde abgerissen. Dem hatte die Untere Naturschutzbehörde zugestimmt.

Der Schornstein war völlig marode und drohte auseinander zu fallen. Deshalb war der Abriss notwendig geworden. Für Familie Storch wurde ein Ersatz errichtet – auf einem Mast mit etwa acht bis zehn Metern Höhe und damit etwa halb so hoch, wie das alte Zuhause der großen Vögel. Ob der Ersatzbau angenommen wird, konnte damals die Naturschutzbehörde nicht sagen. Abwarten also.

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Zwischenzeitlich vier Vögel über Reichenbach

Jetzt sind die Störche wieder da. Zur Freude der Einwohner haben die Vögel den Ersatzbau offenbar für sich entdeckt. Schnell hatte sich herum gesprochen, dass die Störche ihren Weg aus dem Süden zurück in die Kleinstadt fanden. Beim Landschaftspflegeverband Oberlausitz (LPV) ist die Nachricht ebenfalls angekommen. Seit etwa 14 Tagen würden die Störche über Reichenbach kreisen, hat Verbandsvorsitzende Katrin Appold zusammen mit den Mitarbeitern beobachtet. Zwischenzeitlich seien das sogar vier Störche gewesen, die der Stadt einen Besuch abstatteten.

Hoffnung gibt es auch für das künstliche Storchennest in Jänkendorf auf einem ehemaligen Trafohaus. Das Häuschen hatten der LPV und der Görlitzer Tierpark vor vier Jahren als Naturschutzstation für Vögel und Insekten hergerichtet. Spatzen und Stare hielten da bereits Einzug. „Letztes Jahr wurde ein Storch in der Nähe beobachtet und vielleicht wird das Nest in diesem Jahr zum Brutplatz auserkoren“, sagt Katrin Appold. 

Gersdorfer Storch wartet auf Storchenfrau

Der Storch auf dem Horst in Gersdorf sei seit dem Wochenende da und wartet noch auf seine Partnerin. Weitere Horste gibt es zum Beispiel in Goßwitz und Buchholz. Die Storchen-Kamera in Kodersdorf macht aktuell noch Winterpause und könnte, wenn die Störche ihr Ausweichquartier auf dem Pfarrhausdach beziehen, wieder in Betrieb gehen. Auf der Kirche nisten können die Störche nicht, da notwendige Baumaßnahmen anstehen.

Die Kirchgemeinde berichtet auf ihrer Internetseite darüber. „Wir müssen in diesem Jahr den Dachstuhl der Kirche erneuern, da das Gewölbe des Kirchenschiffes einen Riss aufweist, der auf der Ermüdung des Dachstuhls beruht“, sagt Pfarrer Ekkehard Salewski.

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Würden die Störche mit dem Nestbau beginnen, würden sie spätestens zu Beginn der Bauarbeiten die Brut verlassen. Deshalb wurden in Absprache mit der Naturschutzbehörde auf dem Schornstein der Agrargenossenschaft und auf dem Pfarrhausdach zwei Nistunterlagen geschaffen. Beide Standorte habe das Storchenpaar in der Vergangenheit gern als Ruheplätze genutzt. Mehr als 3.000 Euro kostete das. Das Spendendkonto ist auf der Internetseite der Kirchgemeinde Kodersdorf zu finden.

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