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Hoyerswerda

Die Störche sind da

Sie sind der Region um Wittichenau treu geblieben / In der Natur läuft alles wie jedes Jahr: auch zur Freude der Menschen.

Die Weißstörche in Keula haben ihr Quartier bezogen.
Die Weißstörche in Keula haben ihr Quartier bezogen. © Foto: Herbert Schnabel / privat

Von Herbert Schnabel

Keula. Ob es jetzt passend ist, über den Weißstorch zu berichten? Man darf das natürlich mit einem empörten „Nein“ beantworten. Aber genau so gut darf man das auch mit einem entschiedenen „Ja“. Denn vielleicht macht es Mut und es schenkt den Menschen Freude, zu wissen, dass es in der Natur trotz weltweiter (Corona-) Krisen weitergeht. Die Natur passt sich an veränderte Bedingungen an – und wir alle werden das auch schaffen.

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Auf dem Brauereischornstein

Am Montag der vergangenen Woche sind in der Region Weißstörche eingeflogen. In Milstrich saß vormittags ein Storch im Nest, am Nachmittag war ein Storch auf Nahrungssuche im abgelassenen Wüsteteich an Zelders Teichen zu beobachten, und am Abend wurde dann ein Storch auf dem Brauereischornstein in Wittichenau gesichtet. Ein einzelner Storch wurde aber bereits am 9. März auf einer Wiese bei Schwarzkollm gesichtet.

Nest in Keula notdürftig gereinigt

Um den Störchen günstige Brutmöglichkeiten anzubieten, wurden in mehreren Ortschaften neue Nester auf Betonmasten errichtet, zum Beispiel in Lieske und Keula. Das Nest auf einem Gittermast in Keula musste noch schnell gereinigt werden, denn es war ein großer grüner Grasbatzen aufgewachsen und der war schon von Weitem zu sehen. Ich bin den Mast hochgeklettert, konnte den Grasbatzen mit einem Spaten entfernen. Eine komplette Nestreinigung war nicht möglich. Die Störche haben den angebauten Aufstieg zugebaut; man kommt nicht an das Nest ran. Mittlerweile ist das Keulaer Storchenpaar eingetroffen und hat gleich das gesäuberte Nest besetzt. Nun hoffen alle Storchenfreunde, dass ihre Bemühungen mit Storchennachwuchs belohnt werden.

Fast täglich Neuankömmlinge

Man hat den Eindruck, in der Natur läuft alles wie jedes Jahr. Fast täglich kommen neue Zugvögel bei uns an und die ersten Brutvögel sitzen schon auf ihren Eiern, zum Beispiel Graugänse und Seeadler brüten schon. Meisen, Bussarde, Kolkraben und Kraniche bauen schon ihre Nester und Kröten, Frösche, Unken und Molche wandern zu ihren Laichgewässern.

Die Natur erblüht in vielen Farben. In den letzten Tagen habe ich häufiger als gewohnt zu dieser Zeit Personen und Familien an den Teichen und im Dubringer Moor angetroffen (unter Beachtung der behördlichen Anweisungen!) – ein Mut machendes Zeichen, dass die Menschen in der Natur ihr Gleichgewicht zu bewahren suchen.

Herbert Schnabel hat das Storchennest vorher noch notdürftig gereinigt – eine Generalüberholung der Wittichenauer Weißstorch-Wohnung wird nun aber bis nächstes Jahr warten müssen. 
Herbert Schnabel hat das Storchennest vorher noch notdürftig gereinigt – eine Generalüberholung der Wittichenauer Weißstorch-Wohnung wird nun aber bis nächstes Jahr warten müssen.  © Foto: Herbert Schnabel / privat