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Die Straßgräbchener warten auf ihren Storch

Gesichtet wurde Adebar schon. Im Dorf hat man für ihn sogar eine Willkommensparty organisiert.

Eine Party für einen Storch – das gibt es nicht überall. In Straßgräbchen fand jetzt so eine Feier statt. Und das aus gutem Grund. Seit im Dorf ein neuer Standort für den Storchenhorst gefunden worden war (die SZ berichtete), hoffen die Anwohner noch mehr auf tierischen Nachwuchs. 2013 waren die Jungtiere in Straßgräbchen infolge des Dauerregens gestorben.

Im Stillen hatte so mancher Anwohner gehofft, dass bei der Storchenparty am letzten Wochenende schon ein Bewohner im Horst sitzt. Die Familie van Nuland hatte sich alle Mühe gegeben, einen tollen Empfang zu bereiten, berichten Uschi Schuster und Beatrice Wittke von der AG Dorfgeschichte. „Reichlich Kesselgulasch brodelte in einem Topf auf der Feuerstelle im Garten unterhalb des Horstes für die hungrigen Storchenfreunde. Die Sponsoren des Heimatvereines trugen dazu bei, dass die Kehlen nicht trocken blieben und stellten Getränke. Frau Hossmang hatte einen Eimer Bowle gezaubert“, so die Hobby-Historikerinnen. Allein – der Storch fehlt noch. Allerdings wurde er in der vergangenen Woche mehrfach gesichtet, stand sogar schon in seinem neuen Horst. „Was ihn bewogen hat weiterzufliegen, bleibt derzeit ungewiss, aber gewiss ist die Hoffnung, dass sich das Pärchen doch noch einfindet und in diesem Jahr die schöne Tradition der Storchenaufzucht in Straßgräbchen fortsetzt“, bringen es Uschi Schuster und Beatrice Wittke auf den Punkt.

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Im Dorf bewegt das Wohl der Störche viele. Das beweist auch die Tatsache, dass beim Umsetzen des Storchenhorstes im Februar jede Menge Helfer vor Ort waren. Firmen hoben das Loch für den Mast auf, stellten ihn auf, kümmerten sich ums Fundament und befestigten den Horst. Geflochten wurde das Nest übrigens von Frauen aus dem Dorf. Bei so viel Tierliebe – da ist man sich in Straßgräbchen sicher – muss der Storch bald kommen. (BW, US)