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Die Tops und Flops des Stadtfests

Zum 21. Mal sind Dresdner und Gäste der Stadt drei Tage auf den Beinen gewesen, um gemeinsam zu feiern. Doch teilen Sie die Tops und Flops unserer Reporterinnen?

Sicherlich ein Höhepunkt des Stadtfests: Aber war das "Wheel of Vision" auch ein gelungener Höhepunkt?
Sicherlich ein Höhepunkt des Stadtfests: Aber war das "Wheel of Vision" auch ein gelungener Höhepunkt? © René Meinig

Die schönsten Momente

Auf dem Theaterplatz gab es am Sonntag einen überraschenden Höhepunkt. 
Auf dem Theaterplatz gab es am Sonntag einen überraschenden Höhepunkt.  © René Meinig
Spontaner Tanz bei strahlendem Sonnenschein.
Spontaner Tanz bei strahlendem Sonnenschein. © René Meinig
Die Dresdner feiern am Samstagabend Joris in großer Zahl.
Die Dresdner feiern am Samstagabend Joris in großer Zahl. © René Meinig
Der Sänger sorgt mit seinem Konzert nicht nur für einen Ohrenschmaus. 
Der Sänger sorgt mit seinem Konzert nicht nur für einen Ohrenschmaus.  © René Meinig
Das überwiegend weibliche - und junge Publikum - genießt den Abend. 
Das überwiegend weibliche - und junge Publikum - genießt den Abend.  © René Meinig
Für die vierjährige Charlotte und ihre Mutter Melanie Weirich gab es einen klaren Höhepunkt beim Stadtfest-Besuch. 
Für die vierjährige Charlotte und ihre Mutter Melanie Weirich gab es einen klaren Höhepunkt beim Stadtfest-Besuch.  © René Meinig

Top 1:  Der Sonntag startet mit einer Überraschung

Eigentlich sollte  so ein Stadtfestsonntag schleppender losgehen: Nach zwei Partyabenden läge es nahe, dass die Uhren zum Finaltag etwas langsamer laufen. Doch auf dem Theaterplatz kocht die Stimmung schon um 11.30 Uhr. Hunderte strecken die Arme in die Luft, Jubel wird laut. Es ist der Ökumenische Gottesdienst – samt Liveband und Chor – der viele von den Stühlen reißt. Hier hat auch ein kleiner Star aus Dresden seinen Auftritt. Samuel Rösch, der im vergangenen Jahr die Casting-Show „The Voice of Germany“ für sich entschied. Er glänzt mit einem Solobeitrag, den Hunderte mit dem Smartphone festhalten. Musikalisch ausgebildet wurde Rösch in der Micktener Musikschule Goldenes Lamm. Seine Stimme nennt er "ein Geschenk Gottes". Talente wie er haben dem 21. Dresdner Stadtfest ohnehin die schönsten Momente beschert. 

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Top 2: Die musikalischen Top-Acts haben geglänzt

An der Bühne vor der Semperoper war zweimal kein Halten - und noch dazu  schwer ein Platz mit guter Sicht zu finden. Freitagnacht hat das Erfurter Elektroduo "Gestört aber geil" Tausende junge Dresdner glücklich gemacht. In den sozialen Netzwerken wird das Konzert auch im Nachhinein gefeiert, für viele ist es ein unvergesslicher Abend.  Die Massen hat am Samstagabend auch Singer- und Songwriter Joris angezogen und überzeugt. Mit einem Bühnenfeuerwerk und raffinierten Lichteffekten wurde sein Auftritt für das überwiegend weibliche Publikum nicht nur zum Ohrenschmaus. 

Top 3: Buntes Mitmach-Angebot für die Kleinsten

Ganz abseits der musikalischen Höhepunkte haben sich viele Dresdner Behörden und Unternehmen am Wochenende wieder ins Zeug gelegt, um zu unterhalten, Kindern spielerisch etwas zu vermitteln und einen Blick hinter die Kulissen bestimmter Berufsfelder zu ermöglichen. Ganz besonders gelungen ist das in diesem Jahr auf der  Blaulichtmeile: Einmal selbst Fingerabdrücke abnehmen oder Fußspuren sichern. Mit bewundernswerter Gelassenheit haben Polizisten Hunderten Kindern erklärt, wie das  funktioniert. Die konnten dann auch in Einsatzfahrzeuge steigen oder einmal im Schlauchboot Probe sitzen.

Gut gegen die Sonne war am Sonntag auch das Tarnnetz der Bundeswehr, die unter anderem mit einer Familienbetreuung gekommen war.

Top 4: Die Fahrt auf dem Riesenrad gefällt 

In 55 Meter Höhe lässt sich der Blick über die Stadt genießen. Bei Tag und Nacht haben Dresdner und Touristen das Angebot genutzt. Besitzer Oscar Bruch  findet kaum Worte,  so zufrieden ist er mit den Besucherzahlen. Die meisten Gäste sind genauso positiv überrascht. Zwar ist die Fahrt mit 7,50 Euro kein Schnäppchen, bekommt aber durchweg gute Bewertungen, weil sie fast eine Viertelstunde dauert und Zeit lässt, die Stadt in jeder Richtung neu zu entdecken.    

Was hätte besser sein können

Für den guten Zweck: Die Becher-Sammelaktion ist aus verschiedenen Gründen nach hinten losgegangen. 
Für den guten Zweck: Die Becher-Sammelaktion ist aus verschiedenen Gründen nach hinten losgegangen.  © SZ/Kay Haufe

Flop 1: Spendentonnen aufgebrochen - und vermüllt

Mit einer Benefizaktion wollte die Hope-Initiative auf dem 21. Dresdner Stadtfest Spenden für Kinder in Afrika sammeln. Rote Blechtonnen wurden dafür im Zentrum verteilt und Dresdner wie Touristen aufgefordert, ihre Becher einzuwerfen. Der Pfand-Erlös sollte unterstützend in die medizinische Versorgung  in Kapstadt fließen. Allerdings wurden bereits in der ersten Nacht 19 von 20 Tonnen aufgebrochen und geplündert. Ein Mann, der versuchte einen Rollkoffer voller Becher einzulösen, wurde von der Polizei gestellt. Doch nicht nur der Spendenklau hat für Ärger gesorgt: Ein Blick in unterschiedliche Tonnen zeigte auch - die meisten wurden als Mülleimer missverstanden oder absichtlich für Verpackungen und die Entsorgung von Essensresten genutzt. 

Flop 2:  Engstelle am Schloßplatz 

Wer von der Brühlschen Terrasse über den Schloßplatz weiter zum Theaterplatz wollte, musste das wohl schmalste Delta des Festes überwinden.  Überall saßen gutgelaunte Menschen an Tischen mitten im Weg. Gegenverkehr war kaum möglich. Das kann man den Stadtfest-Machern kaum zum Vorwurf machen, der Grund liegt am abgesperrten Brückenvorplatz. Er ruft die Engstelle hervor. Für das kommende Jahr, in dem weiter an der Augustusbrücke gebaut wird, sollte Ziel sein, hier eine bessere Lösung zu finden. Denn im Ernstfall kann so ein verstopfter Weg ein Sicherheitsproblem werden.      

Flop 3: Erste Handwerkermeile ohne Liebe zum Detail

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Es war das erste Mal, dass sich die Handwerkerinnung Dresden mit einer Meile auf dem Stadtfest präsentierte.  Konditoren, Fleischer, Tischler und Dachdecker waren unter anderem dabei. Dass Konditoren dort ihren Beruf vorstellen, indem sie Waffeln im Eisen backen, und Fleischer ein Stück Fleisch auf den Grill legen, muss man nicht als kreativ bezeichnen. Dementsprechend gering war auch die Besucherresonanz am Samstagnachmittag. Lobenswert dagegen die Schmiede, die am offenen Feuer zeigten, worauf es in ihrem Beruf ankommt. Für das nächste Jahr könnten die Handwerker noch ein paar mehr originelle Präsentationsideen entwickeln.   

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