Von Uwe Schulz
Im Gespräch waren andere und auf den einschlägigen Internetseiten gab es dazu gestern noch keine Informationen. Doch Lausitzhallen-Chef Sven Tietze verkündete jetzt, dass der Hauptact des Seenland-Festivals am 7. Juli die „Toten Hosen“ sein werden. Auf ihrer „Krach der Republik“-Tour werden die Düsseldorfer nach über 30 Jahren Bandgeschichte das erste Mal im Lausitzer Seenland spielen und somit schon Wochen vor den bereits ausverkauften Konzerten am Dresdener Elbufer.
Nach jetzigen Berechnungen werden das Konzert am Nordufer des Partwitzer Sees maximal 40 000 Besucher erleben können. Laut Tietze ist die Kartenreservierung schon möglich und der Kartenvorverkauf soll ab Montag, dem 4. März, starten. Die Lausitzhalle Hoyerswerda ist der Veranstalter des 1. Seenland-Festivals, das vom 5. bis 7. Juli stattfindet. Am Freitagabend wird DJ David Guetta erwartet. Im Verlaufe des Samstags werden unter anderem die Fantastischen Vier, Ich + Ich, OMD und Klee auftreten. Und der Sonntag steht ganz im Zeichen der Toten Hosen samt Vorbands. Die Tagestickets werden für den Freitag mit knapp 40 Euro, für den Sonnabend mit knapp 60 Euro und für den Sonntag mit 43,50 Euro aufgerufen. Für das Drei-Tage-Ticket muss man 100 Euro einkalkulieren. Darin inbegriffen soll nach jetzigem Informationsstand für Festivalbesucher auch der Eintritt zur Lausitzer Seenlandmesse sein. Der Lausitzhallen-Geschäftsführer erwähnte schon fast eher nebenbei, dass die mittlerweile vierte Seenlandmesse nicht wie ursprünglich geplant Ende Mai und auch nicht am Gondelteich stattfindet, sondern ebenfalls am Partwitzer See und zwar am ersten Juli-Wochenende parallel zum Seenland-Festival. Damit soll die Messe direkt am Wasser platziert werden und von den ohnehin anreisenden Konzertbesuchern erhofft man sich einen Messezuspruch, der über das bislang Gewohnte hinausgeht.
Zwar hatte die Messe 2012 einen Ausstellerrekord von 142 Teilnehmern, allerdings waren die Besucherzahlen vor allem wegen des Wetters eingebrochen. Und seitens der Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda, zu denen die Lausitzhalle gehört, war deutlich gesagt worden, dass man sich da mehr erwartet. Denn die Lausitzhalle ist mit einem Zuschussbedarf von 1,7 Millionen Euro, so Tietze, nach wie vor sehr defizitär. Das Seenland-Festival soll die Verluste nicht noch vergrößern, sondern, so hofft der Geschäftsführer, mit einer Schwarzen Null abschließen.
Als Festival-Einzugsgebiet rechnen die Veranstalter mit dem Umfeld in einem Radius von 300 Kilometern, in dem auch Berlin, Prag oder Wroclaw liegen. Festivaltypisch soll die Masse der Übernachtungen auf temporären Campingplätzen abgesichert werden. Am Verkehrskonzept werde gearbeitet. Ein Bus-Shuttle-System von und nach Hoyerswerda gilt mittlerweile als gesetzt. Zu organisieren gibt es also vieles. Vor allem die direkt betroffenen Partwitzer will man aktiv mit ins Boot holen. Und ganz nebenbei springt auch noch für Hoyerswerda selbst ein Konzert ab. Das Musikprojekt Adoro aus fünf jungen Opernsängern wird nicht mehr wie ursprünglich geplant beim Seenland-Festival zu erleben sein, sondern am 21. Juli beim Konzert auf dem Festplatz am Gondelteich.
Karten: unter anderem unter 03571 904105