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Die ultimative Schecke

Rossi, Uwe, Bodo, Lutz und Schulle, Ihr habt es gut. Wenn Ihr es noch nicht gelesen habt: „Viele Grüße von Chrissy“. Oder von Jacqueline. Oder von beiden. Jedenfalls ist sie weg. Wohin? Keine Ahnung. Das steht nicht im virtuellen Gästebuch der Stadt Riesa.

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Von Gunter Niehus

Rossi, Uwe, Bodo, Lutz und Schulle, Ihr habt es gut. Wenn Ihr es noch nicht gelesen habt: „Viele Grüße von Chrissy“. Oder von Jacqueline. Oder von beiden. Jedenfalls ist sie weg. Wohin? Keine Ahnung. Das steht nicht im virtuellen Gästebuch der Stadt Riesa. Macht aber nichts. Dafür stehen unter www.riesa.de jede Menge andere Neuigkeiten, direkt aus dem prallen Leben geschöpft.

Zum Beispiel die Sache mit der Schecke. Genauer gesagt, mit der sächsischen Eierschecke. Claudia, wohl eine Riesaerin die es ins Schwabenland verschlagen hat, will den dortigen Eingeborenen was typisch Sächsisches servieren; die Eierschecke eben. Doch stilecht soll sie sein. Rührteig oder Hefeteig, das ist hier die Frage. Bevor Sie sich scheckig lachen und sagen: „Ja Claudia, da musst Du halt ins Internet gucken“ – da war sie schon. Und ist auch nicht schlauer als zuvor. Deshalb, an alle, die bezüglich der sächsischen Eierschecke über die endgültige Wahrheit verfügen, lasst Claudia nicht hängen! Schließlich soll sie uns im Schwabenländle keine Schande machen.

Wie aber ist folgende Mail zu interpretieren: „Besten Dank an die netten Riesa(er) Leute. Während unseres Aufenthalts zur Durchführung eines Dienstleistungsauftrages in Riesa waren wir von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Riesaer begeistert. Wir kommen gern wieder! Das-Detektiv-Tudor-Team-Frankfurt.“ Oh Gott, sie kommen wieder! Detektive! Also soll das jetzt eine Drohung sein, oder was? Und was zum Teufel meinen die genau mit „Durchführung eines Dienstleistungsauftrages“? So ähnlich hätte das der Pate auch ausgedrückt.

Lassen wir das. Spielen wir lieber Amor. Also, da ist ein junger Mann am 18. Juli mit dem Zug von Leipzig nach Riesa gefahren. Trifft seine Traumfrau (16-20 Jahre alt, ca. 1.80 Meter groß, rotes T-Shirt und blaue Hosen) tauscht Blicke aus und – wie das halt so ist – traut sich nicht, sie anzuquatschen. Also, junge Dame, dann musst halt du ran! Hat Dir doch auch gefallen, der Knabe mit der hellblauen Stoffhose und dem aubergin-farbenen ärmellosen Oberteil, gell?

Die neueste Nachricht betrifft das Vereinswesen. „Die alten Schweden Toni und Stephan“ wollen einen neuen Club in Riesa gründen. Einen für Saab-9000-und Opel Omega-Fahrer. Kein Problem, davon gibt es in Riesa bestimmt mehr als schwedische Mitbürger.

Also, GZSZ gucken ist out, das Buch von Dieter Bohlen lesen oder die Nase stundenlang aus dem Fenster hängen sowieso. Aber surfen auf www.riesa.de ist mega-in. Demnächst steht da ja vielleicht auch das Grußwort der neuen Oberbürgermeisterin.