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Die unverwüstliche Schöne

Die Klosterkirche hat Bischof Johann von Regensburg am 24. September 1480 geweiht. Da in den Klostergebäuden wertvolle künstlerische Objekte erhalten geblieben sind, wurde das Kloster 1995 vom Kultusministerium zum nationalen Kulturdenkmal erhoben.

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Von Heinz Wirrig

Die Klosterkirche hat Bischof Johann von Regensburg am 24. September 1480 geweiht. Da in den Klostergebäuden wertvolle künstlerische Objekte erhalten geblieben sind, wurde das Kloster 1995 vom Kultusministerium zum nationalen Kulturdenkmal erhoben. Gegenwärtig wird es umfassend renoviert.

Im 16. Jahrhundert erlangte die Stadt ihre größte Blüte, als sich die Bürger am Bergbau in Jachymov (Joachimsthal), Vejprty (Weipert) und Hora Sv. Sebastiana (Sebastiansberg) beteiligten. Damals entstanden neue, mit Mauern und Toren bewehrte Vorstädte, und viele Häuser wurden im Renaissancestil umgebaut. Aus dieser Zeit stammt auch das Renaissance-Portal des Hauses „Zur Sonne“ (U slunce).

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1631 durch den Einfall der Sachsen und später (1655) durch eine Feuersbrunst stark in Mitleidenschaft gezogen. In der darauf folgenden Zeit wurden die Häuser bereits im Barockstil gebaut oder diesem zumindest angepasst.

1746 wurde das Elisabethinerinnen-Kloster mit der Kirche der Heiligen Elisabeth und der heiligen Familie erbaut – wir finden es östlich des Stadtzentrums unten zwischen Hauptstraße und Eisenbahnlinie. Trotz kriegerischer Ereignisse und zahlreicher Feuersbrünste (die letzte vernichtete 1811 einen beträchtlichen Teil der Stadt), gehört Kadan heute zu den besterhaltensten Städten Nordböhmens.

Außer den genannten Gebäuden wurde auch die bereits Ende des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnte und um die Mitte des 18. Jahrhunderts unter Maria Theresia in eine Kaserne umgewandelte ehemalige königliche Burg bewahrt.

Wer es etwas gruselig mag, der geht vom Markt durch die schmale und finstere Katovska ulicka (das „Henkersgässchen“) entlang zur alten Henkerspforte in der ehemaligen Stadtmauer.

Fazit: Zu entdecken gibt es in Kadan vieles. Zur Orientierung sind Übersichtstafeln aufgestellt. Zusätzlich können im Stadtmuseum am Markt zahlreiche Exponate der Stadtgeschichte und des Adelsgeschlechtes der „Hasistejnsky von Lobkovice“ besichtigt werden, deren einstige Burg circa acht Kilometer nördlich von Kadan liegt. Es lohnt sich auch, Wanderungen in die Umgebung der Stadt zu unternehmen, etwa auf die andere Seite der Ohre, um die Gesamtansicht der Stadt zu bewundern.

Teil I erschien am 22. Juni.