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Döbeln

„Die Vernunft wird sich durchsetzen“

In Mittelsachsen verliert die CDU massiv Stimmen an die AfD. Der DA sprach mit Landrat Matthias Damm (CDU) über das Wahlergebnis.

Matthias Damm (CDU), Landrat des Kreises Mittelsachsen.
Matthias Damm (CDU), Landrat des Kreises Mittelsachsen. © André Braun

Herr Damm, wie schätzen Sie das Ergebnis der Landtagswahl ein?

Die deutlich höhere Wahlbeteiligung ist Ausdruck einer funktionierenden Demokratie und am Interesse der Bürger an ihrer Lebenssituation vor Ort. Es ist auch nicht zu viel verlangt, aller vier, fünf Jahre an die Wahlurne zu gehen.

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Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Welche Parteien-Konstellation erwarten Sie im neuen sächsischen Landtag?

Es kommt darauf an, wie sich die Beteiligten finden. Die Vernunft für ein gutes Miteinander wird sich durchsetzen.

Welche Auswirkungen kann das Wahlergebnis auf den Landkreis Mittelsachsen haben?

Es gibt immer Berührungspunkte. Rolf Weigand, der im Wahlkreis 19 für Freiberg die meisten Stimmen für die AfD geholt hat, ist auch Mitglied des Kreistages. Da gibt es Anknüpfungspunkte. Wir müssen sehen, wie es sich entwickelt.

Erwarten Sie, dass die Arbeit im Landtag kontinuierlich weitergeht oder sie vorerst zum Stillstand kommt, weil sich die neuen Abgeordneten erst finden müssen?

Es kommt darauf an, wie sich die Abgeordneten im Landtag finden. Wird es eine Hängepartie, wird es schwieriger. Aber ich denke, es geht kontinuierlich weiter. Die Wahlkreisabgeordneten sind ein Bindeglied zwischen dem sächsischen Landtag und dem Kreistag. Dabei gehe ich von einer konstruktiven Zusammenarbeit der Gremien aus.

Gibt es Themen, die für Mittelsachsen wichtig sind, aber im neuen Landtag eine andere Priorität haben als bisher?

Nachdem Michael Kretschmer das Amt des sächsischen Ministerpräsidenten übernommen hat, wurden bereits Punkte angesprochen, die zum Teil schon umgesetzt sind. Wichtige Themen bleiben das Ehrenamt, das mehr gestützt werden sollte, die Freiwilligen Feuerwehren, der Breitbandausbau und der Straßenbau. Ich denke, dass sich durch eine andere Zusammensetzung des Landtages die Prioritäten nicht ändern werden.

Es fragte Cathrin Reichelt.

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