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Die Verteufelung allein hilft nicht

über die Gefahr von Drogen und Alkohol

Frank Oehl

Die Sucht, welche auch immer, ist eine Geißel der Menschheit. Das liegt in unserer Natur, die auf ein glückliches Leben aus ist. Das spielt sich vor allem in unseren Köpfen ab. Und wenn es mit den privatpersönlichen Wünschen nicht funktioniert, wenn der Job verloren und der geliebte Partner gegangen ist, gibt es gegen die Einsamkeit und andere Nöte die Droge der Betäubung. Oder der Stimulanz. Ganz, wie’s gewünscht wird.

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Vom 24. - 25. September, von jeweils 9 - 17 Uhr, findet die Viterma- Hausmesse statt. Neben der Veranstaltung vor Ort können sich Interessierte auch online zuschalten.

Leider sind die Folgen in ihrer letzten Konsequenz für den Einzelnen unbeherrschbar, und auch die Gesellschaft hat ihre liebe Mühe und Not damit. Das zeigt sich derzeit im sächsischen Grenzraum auch am Siegeszug der böhmischen Amphetamine, die zwar den legalen Alkohol als Volksdroge nicht verdrängen können, aber immer mehr Zeit und Kraft auch in den Drogen-Beratungsstellen binden. Zum Beispiel bei der Diakonie in Kamenz. Der Crystal-Missbrauch ist ein neues Forschungsgebiet, und es macht nicht stolz, dass ausgerechnet wir auf diesem Feld in Europa Pionierarbeit leisten müssen.

Manche Erkenntnis freilich ist wissenschaftlich unumstritten. Wie jene, wonach die Verteufelung von Alkohol und Drogen allein nicht genügt. Manche knallige Schlagzeile sorgt auch für Neugier. Vor allem bei jungen Leuten, die nicht nur glücklich leben wollen, sondern auch die Grenzerfahrung suchen. Deshalb ist eine Aufklärung ohne Hysterie der beste Weg. Die heute startende, sechsteilige Serie der SZ Kamenz versucht genau dies.