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Die Weihnachtsmann-Wette

Geld für einen guten Zweck gibt’s vom Rewe-Markt am Bahnhof für die Stadt. Wenn sie Sonnabend 50 Weihnachtsmänner organisiert.

Von Ines Scholze-Luft

Warum kommt der Weihnachtsmann eigentlich immer allein? Würden mehrere zusammen nicht ein tolles Bild abgeben? Diese Fragen stellt sich Michel Reimer vom Rewe-Markt am Kulturbahnhof in Radebeul-Ost nicht zum ersten Mal.

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Vor allem aber sucht der Marktchef ständig Ideen für das soziale Engagement seines Unternehmens. Und bringt beides in der neuesten Aktion zusammen, in einer Wette mit der Stadt. Wenn die nämlich 50 Weihnachtsmänner zusammentrommeln kann, gibt es dafür 500 Euro für einen guten, einen sozialen Zweck. Top, die Wette gilt, sagt die Stadtverwaltung. Morgen Nachmittag, pünktlich 14 Uhr, sollen mindestens 50 als bärtige Alte verkleidete Menschen vor dem Rewe-Markt stehen.

Sozialamtsleiter Elmar Günter hat die Sache mit in die Hand genommen. Verspricht er vielleicht zu viel? Nein, sagt der Amtschef. Er glaubt fest daran, dass die Rotgewandeten eintreffen. „Schließlich habe ich tolle Kollegen, die dabei helfen. Sie fragen unter anderem bei der Jugend herum.“ Möglicherweise werden es sogar 100 verwandelte Leute. Frauen und Mädchen können natürlich ebenfalls mitmachen. Und mitsingen. Denn auch das ist Bestandteil der Wette. „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ soll dann über den Vorplatz schallen.

Da lässt es sich OB Bert Wendsche (parteilos) nicht nehmen, die Wettpaten anzufeuern. Er selbst will sich nicht verkleiden. „Ich bin kein Kostümierungsfreak.“ Aber beim Lied wird er einstimmen. Nicht nur, weil es um ein gemeinnütziges Projekt geht. Sondern, weil er froh ist über die Aktivitäten des Rewe-Marktes. Mit dem es endlich gelungen sei, die lang erwartete Lebensmittelversorgung in Ost anzusiedeln.

Auf einem Instrument bekleiden wird Bert Wendsche die Sänger allerdings nicht. Das hatte sein Amtskollege aus Gräfenhainichen getan. Und zur Gitarre gegriffen, als Michel Reimer, damals noch Rewe-Azubi in der Stadt in Sachsen-Anhalt, dort schon mal ein solches Weihnachtsmanntreffen organisiert hatte. Mit großem Erfolg – weit über 100 Menschen waren damals dem Aufruf der Stadt gefolgt, sagt der Marktleiter. Den Radebeulern traut er auch mehr als 50 Teilnehmer zu. Und würde dafür sogar noch was draufpacken auf den halben Tausender. Zum Beispiel einen Teil des Erlöses vom Glühweinverkauf vorm Markt.

Und was macht die Stadt mit dem Geld? Elmar Günther, der morgen ebenfalls nicht fehlen will im Chor der Weihnachtsmänner und -frauen: Die Stadt will künftig im neuen Zentrum in Radebeul-Ost sogenannte Tage der Generationen organisieren.

Am 9. Mai 2014 sind dort die Senioren Thema. Dann gibt es Vorträge, Museums- und Theaterangebote, Gesang und einen Zirkusauftritt, so der Amtschef. Wird das angenommen, heißt es aller zwei Jahre Generationentag, auch unter dem Motto Familien und zur Kindheit. 500 Euro vom Weihnachtsmann-Rendezvous sind für den Start dieses Projektes. Was darüber hinaus als Spende übergeben wird, geht ans Weiße Haus. Weil ja auch die jungen Leute tatkräftig für den Wettgewinn dabei sein wollen, sagt Elmar Günther.

Treff zur Weihnachtsmannwette, 7.12., 14 Uhr, Rewe-Markt, Sidonienstraße in Radebeul-Ost