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Die Welt im Tanz erkunden

Es gibt jetzt ein neues Veranstaltungsangebot im Erlichthof Rietschen: Tänze aus mehreren Ländern kennenlernen und ausprobieren.

Die beiden Kursleiterinnen Heidi Morgenstern (links) und Kosima Ilona Kraft (rechts) üben die ersten Schritte mit Teilnehmerinnen am Projekt im Erlichthof.
Die beiden Kursleiterinnen Heidi Morgenstern (links) und Kosima Ilona Kraft (rechts) üben die ersten Schritte mit Teilnehmerinnen am Projekt im Erlichthof. © Foto: Rolf Ullmann

Rietschen. Die Lichter in der Theaterscheune im Rietschener Erlichthof blieben am Sonntagnachmittag dunkel. Die beiden Kursleiterinnen für das neue Projekt „Tänze der Welt“entschlossen sich spontan, das warme Sommerwetter zu nutzen und im Schatten der Theaterscheune die Wiese zur Tanzfläche auf Zeit umzufunktionieren. 

Rund drei Stunden lang nahmen Heidi Morgenstern und Kosima Ilona Kraft die Frauen, die sich zu dieser Veranstaltung angemeldet hatten, mit auf eine Reise durch die bunte Vielfalt der Tänze verschiedener Völker. Mit diesem „Sommertanz im Erlichthof“ begann zugleich eine Serie von Veranstaltungen, in denen das Kennenlernen und das Einüben von Tänzen aus verschiedenen Kulturen im Mittelpunkt steht.

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Waren am Sonntagnachmittag zunächst die Erwachsenen angesprochen, folgen ihnen im Zuge der Feriengestaltung die Mädchen und Jungen des Schulhortes der Grundschule in Daubitz. Am 8. August drehen sich über 20 Kinder im Rhythmus von ihnen bisher unbekannten Weisen. In den Herbstferien soll dann die dritte Auflage folgen. Auch hier sind besonders die Kinder im Alter zwischen sechs und 12 Jahren angesprochen. Ein genauer Termin liegt dafür noch nicht vor. Denn sowohl Heidi Morgenstern als auch Kosima Ilona Kraft leben in der Landeshauptstadt Dresden und müssen den Termin in Rietschen in Einklang mit den Aktivitäten in ihrer heimatlichen Wirkungsstätte bringen.

Ute John, Mitarbeiterin im Erlichthof Rietschen, gab den Anstoß zu diesem neuen kulturellen Angebot. Mit dem Projekt „Lebendige Lausitz – Begegnung im Tanz“ bewarb sie sich um die Finanzierung mit Geld aus dem Mitmach-Fonds des Freistaates Sachsen. Als eines von vier bestätigten Projekten aus der Gemeinde Rietschen bereichern die „Tänze der Welt“ die kulturellen Angebote des Erlichthofes Rietschen um eine weitere interessante Facette.

„Wir haben uns vorgenommen, einen Workshop durchzuführen, in dem vor allem die Freude am fröhlichen Miteinander während der Tänze im Mittelpunkt steht“, erläuterte Kosima Ilona Kraft, noch ehe die ersten Klänge zum „Tanz der sorbischen Mühle“ ertönen. Bernhard Wosin, der als Ballettmeister, Tanzlehrer und Choreograf wirkte, konzipierte diesen traditionellen Tanz neu, indem er die überlieferten sorbische Elemente mit Tanzschritten der jüngeren Vergangenheit zu einer Einheit verband. Das zentrale und damit verbindende Motiv bilden die Tanzschritte, in denen Windmühlenflügel nachgestellt werden.

Auch im Hinblick auf die sich daran anschließenden Übungselemente wie den aus Estland stammenden Bachblüten- und den Ulmentanz, hebt Heidi Morgenstern nochmals hervor: „Das Ziel während unserer Veranstaltungen besteht nicht in erster Linie im Erlernen von verschiedenen Tanzschritten, sondern darin, einen Kreis des unbeschwerten Miteinanders zu formen.“

Diese Herangehensweise spiegelt sich in der Atmosphäre während der Veranstaltung wider. Das betrifft die Übungen mit Erwachsenen ebenso wie den Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Als Anleiterin für heilpädagogische Tänze sowie durch mehrere freiberufliche Projekte sammelte Heidi Morgenstern ebenso wie Kosima Ilona Kraft umfangreiche Erfahrungen in der tanzpädagogischen Arbeit mit Menschen verschiedener Altersgruppen. Kosima Ilona Kraft wirkt seit längerem als Künstlerin des Lebensflusses gleichfalls an zahlreichen sozialen Projekten in der Landeshauptstadt. Ihr jüngstes Projekt verwirklichte sie unter dem Dach des FrauenBildungsHauses Dresden durch die Organisation eines Sommerabends im FreiRaum speziell für Frauen.

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