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Die wenigsten Influenzakranken waren geimpft

Es war eine ähnlich lange und hartnäckige Erkältungssaison wie im Vorjahr. Allerdings mit weniger schweren Grippefällen.

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Von Daniela Pfeiffer

Das Schniefen und Husten hat größtenteils aufgehört. Mit der Wärme endet in der Regel auch die Grippe- und Erkältungssaison. Diese glich sehr dem vergangenen Winter. Jedenfalls, was die Influenza-B-Zahlen betrifft. Erkrankten im vergangenen Jahr 241 Menschen im Landkreis an dieser gemeinhin als leichteren Grippe zu verstehenden Form der Influenza, waren es in diesem Winter 256. Die Influenza B trifft in der Regel eher Kinder und Jugendliche und verläuft milder als die Influenza A.

Diese schwere Grippe erwischte in dieser Saison deutlich weniger Menschen als etwa im vergangenen Jahr. Damals wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises 492 Fälle gemeldet, diesmal waren es 193.

Auffällig auch: In diesem Winter begann die Grippewelle später. Zwar erwischten viele schon sehr zeitig Husten und Schnupfen, die Hochzeit der Grippe war aber erst zwischen Februar und April. 2015/16 füllten Grippepatienten schon deutlich früher die Wartezimmer der Arztpraxen, nämlich bereits Ende Januar.

Geimpft war ein Großteil der Patienten nicht. Von insgesamt 449 Grippekranken in diesem Jahr hatten sich nur 39  im Vorfeld den Pikser geholt. Dass er nicht immer schützt, liegt daran, dass Grippeviren sich auch im Laufe der Saison noch ständig verändern und dass es verschiedene Erreger gibt. Trotzdem raten Experten jedes Jahr aufs Neue dazu, sich impfen zu lassen. Vor allem, wenn man zu Risikogruppen wie chronisch Kranken oder älteren Menschen gehört. 2015/16 waren von 733 Grippekranken 117 geimpft gewesen.

Schwere Erkältungen gab es den ganzen Winter über in konstanter Zahl. Insgesamt waren im Vergleich zum Vorjahr aber weniger Menschen auf Taschentuch und Hustensaft angewiesen.