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Die Wieder-Wiedereröffnung des Hebbelbads

Schlammige Liegewiesen sind Geschichte, hofft der Bäderchef. Eine Sache ist allerdings immer noch in Schieflage.

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Von Jana Mundus

Erdiges Braun statt saftigen Grüns ist an einigen Stellen des Cottaer Freibads noch immer zu sehen. Der Grund dafür ist jedoch ein anderer als noch vor einem Jahr. Seit der Wiedereröffnung 2013 hatten Regengüsse wiederholt dafür gesorgt, dass das Wasser auf den Wiesenflächen nicht versickerte. Das Ganze entwickelte sich zum schlammigen Problem. Vor einem halben Jahr begannen deshalb schon wieder Bauarbeiten im frisch sanierten Bad. Die letzten Spuren der schweren Baufahrzeuge sind nun noch auf dem Rasen zu sehen. Bis zur Saisoneröffnung am Donnerstag wird das auch erst einmal so bleiben.

Für die Zukunft hofft Matthias Waurick, Chef der Dresdner Bäder GmbH, allerdings endlich auf ruhigere Zeiten. Dafür soll zuallererst die Drainage sorgen, die im gesamten Gelände im Erdboden verlegt wurde. Sie sammelt das Regenwasser und leitet es in den nahe gelegenen Weidigtbach. Insgesamt 100 000 Euro haben die Arbeiten gekostet. In den vergangenen Wochen hat sich das System bei Niederschlägen bereits bewährt. „Die Drainage funktioniert“, so Waurick. Was allerdings bei drei Tagen Dauerregen passiert, bleibt schwer abzuschätzen.

Fertig ist auch der neue Zaun um das Gelände. Frisch gepflanzte Sträucher entlang der Begrenzung sorgen dafür, dass die Badegäste beim Sonnen nicht durch neugierige Blicke von draußen gestört werden. Zwei zusätzliche Drehkreuze auf der Seite zur Steinbacher Straße wurden ebenfalls eingebaut. Damit kommt die Bäder GmbH einer Forderung nach mehr Fluchtwegen nach. „Die können die Gäste natürlich auch benutzen, wenn sie nach Hause gehen“, betont der Bäderchef. Hinein geht es allerdings immer noch einzig und allein über den Eingang an der Hebbelstraße.

Nicht nur Schwimmen ist künftig im Hebbelbad angesagt. Für 25 000 Euro entstand in den vergangenen Monaten ein Spielplatz, noch einmal 16 000 Euro investierte die Bäder GmbH in einen Volleyballplatz. Auch eine Tischtennisplatte steht für die Besucher bereit. Trotzdem ist noch nicht alles geschafft, gesteht Waurick. „Der Schwimmmeister bräuchte eigentlich einen richtigen Unterstand am Beckenrand“, erklärt er. Momentan klappt sich der Kollege jeden Tag seinen Sonnenschirm auf. Wenig professionell, findet sein Chef. Und auch der Imbiss könnte in Sachen Gestaltung noch zulegen. „Über diese Dinge können wir uns allerdings erst nach der diesjährigen Saison Gedanken machen.“ Falls der nächste Winter frostig wird, könnten auch die großen Bäume im Bereich der Liegewiese endlich geschnitten werden. „Dazu müssen wir allerdings mit einer Hebebühne ran.“

Eine Fehlerquelle wird auch in diesem Jahr nicht zu beheben sein. Das Wasserbecken ist schief. Gut einen Zentimeter ist es an einer Ecke abgesackt. Deshalb läuft Wasser aus und in den Überlauf. Bei zwei Tests, im Herbst und im Frühjahr, wurde untersucht, ob sich der Boden weiter absenkt, das Problem eventuell noch akuter wird. „Bisher ist alles in Ordnung“, so Waurick. Bleibt das auch bei künftigen Untersuchungen so, will er reagieren. „Dann bringen wir den Überlauf an der betroffenen Stelle wieder in Waage.“ Das lohne sich allerdings erst, wenn sich der Boden wirklich nicht weiter absenkt. Die überstandene Bauphase soll am 31. Mai im Bad gefeiert werden. Ab Mittag lädt die Bäder GmbH zum Kinderfest mit Hüpfburg, Torwand und Bastelständen ein. Ab Donnerstag ist das Bad erst einmal von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet wie im vergangenen Jahr 3,50 Euro für Erwachsene, und für Kinder 2,20 Euro.