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Die Wiednitzer wählen Markus Neumann

Weil sich aus der Runde der neuen Ortschaftsräte niemand für das Amt des Ortsvorstehers fand, sprang ein in Wiednitz verwurzelter Bernsdorfer ein.

© Foto: Ralf Grunert

Wiednitz. Er hat schon im Wiednitzer Schlosspark als „Marc Madison“ auf der Bühne gestanden. Bei Dorffesten und auch beim Weihnachtsbaumverbrennen in Wiednitz tritt er regelmäßig als Auktionator in Erscheinung. Und demnächst wird er auch das höchste von den Wiednitzern zu vergebende Ehrenamt übernehmen. Am Donnerstagabend wurde Markus Neumann von den Ortschaftsräten zum neuen Ortsvorsteher gewählt. Die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten auf Zeit wird ihm voraussichtlich im September im Bernsdorfer Stadtrat überreicht. Dem 40-Jährigen als Stellvertreter zur Seite stehen wird zukünftig Jens Zschech.

„Ich war überrascht, als ich gehört habe, dass er das macht“, erklärte  der Wiednitzer Ex-Bürgermeister Gottfried Jurisch gegenüber TAGEBLATT. „Es kann jetzt nur noch aufwärtsgehen“, hielt er sich mit Vorschusslorbeeren nicht zurück.

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Mit Markus Neumann wurde ein Ortsfremder zum Ortsvorsteher gewählt. Das ist zulässig. Wobei der Bernsdorfer weitere Berührungspunkte zu Wiednitz hat. So lebt er in Neu-Wiednitz, das bis in die 1970er-Jahre ein Ortsteil von Wiednitz war. Zudem haben die Großeltern von Markus Neumann in den 1950er-Jahren die Gaststätte „Jägerhof“ in Wiednitz betrieben.

Die Wiednitzer hatten übrigens offiziell nach einem Ortsvorsteher gesucht. Markus Neumann, der auch Mitglied im Kreistag Bautzen und im Bernsdorfer Stadtrat ist, fand die Konstellation insofern gut, weil er mit seinem Sitz im Stadtrat das Amt des Ortsvorstehers stärkt. Denn sofern sie nicht in den Stadtrat gewählt wurden, dürfen Ortsvorsteher in der Ratsrunde zwar mitreden, aber nicht mit abstimmen. (red)

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