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„Die Wüste lebt“

Die Cottbuser Kreativszene schließt sich zusammen und veröffentlicht einen eigens geschriebenen Corona-Song.

Das/der „Seitensprung“ gehört zur neu gegründeten „Club Kommission Cottbus“. Der Hannah Arendt zugesprochene Satz „Niemand hat das Recht, zu gehorchen“ macht sich zwar glänzend als Szene-Motto, dürfte aber in Zeiten der Corona-Verordnungen leider wohl doc
Das/der „Seitensprung“ gehört zur neu gegründeten „Club Kommission Cottbus“. Der Hannah Arendt zugesprochene Satz „Niemand hat das Recht, zu gehorchen“ macht sich zwar glänzend als Szene-Motto, dürfte aber in Zeiten der Corona-Verordnungen leider wohl doc © Beowulf Kayser

Leere Straßen, kalte Winde und das Leben klinisch tot, / keine Bars mehr, kein Gesindel und die Läden schreiben rot“, heißt es in dem neuen Song „Die Wüste lebt“ der erst vor kurzem gegründeten „Club Kommission Cottbus“. Der „Corona-Song mit Infektionspotenzial“, wie es aus der kulturellen Kreativszene der Stadt heißt, ist ein gemeinschaftlich geschriebenes und produziertes Lied für alle Musik- und Tanzbegeisterten. Über zwei Dutzend Musikerinnen und Musiker, Texter und Akteure aus dem Cottbuser Nachtleben waren an den Aufnehmen beteiligt. „Die Ohrwurmmelodie soll schnell zu Kopf steigen, noch ansteckender als Covid 19 sein und mit der gefühlvollen Instrumentalisierung die Herzen im Sturm erzwingen“, so ein Sprecher der Clubszene. Im Text greift das knapp vier Minuten lange Lied in besonderer Weise die aktuellen Themen auf, die jetzt viele Menschen bewegen, so auch die Cottbuser Veranstalter.

Eine Dürre ist noch lange nicht das

Aus„Mit dem Song beweist die Kulturszene in unserer Stadt, dass sie lebendig und kreativ ist“, erklärte Philipp Gärtner von der „Clubkommission Cottbus“. Er betreibt unter anderen das Open-Air-Café‘ „Prima Wetter“, die Bar „Seitensprung“ und das „Skandale“ am Großenhainer Bahnhof in Cottbus. Unter seiner Federführung kam jetzt ein Zusammenschluss aller bedeutenden Clubs, Bars und Kulturschaffenden der Stadt zustande. Zu ihnen gehören unter anderen der „Faule August“ mit der Lesebühne Cottbus, das „Muggefug“ nahe der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und die Diskothek „Bebel“, ferner das Tanz- und Nachtlokal „Chekov“, die „Essco“- und die „Unbelehr“-Bar, der Tanz- und Nachtclub „Seitensprung“ sowie das „Skandale“, ferner die „Marie 23“, die „Galerie Fango“ und die neue Freiluftbar „Prima Wetter“.

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„Wir haben uns entschlossen, gemeinsam durch die Corona-Zeit zu gehen und nicht im Wettbewerb“, sagte Philipp Gärtner. In uneigennütziger Weise werde gegenwärtig Geld bei einer großen Crowdfunding-Aktion für die Cottbuser Clubszene gesammelt, die bis auf weiteres alle Lokalitäten schließen musste. Bisher sind bereits über 14.000 Euro zusammen gekommen. Etwa 50.000 Euro sollen es noch werden. Jeder Spender erhält übrigens gratis den neuen Song. Die Zusammenarbeit soll auch nach Corona bestehen bleiben, beteuerten alle Club Kommissionsmitglieder. Wie heißt es doch so schön in dem erfolgversprechenden Lied: „In der Wüste unserer Szene fängst schon gleich zu regnen an, eine Dürre ist noch lange nicht das Aus!“

Song sehen und hören unter www.clubkommissioncottbus.de

Spenden für die Cottbuser Clubszene: hier

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