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Die Zahnfee wohnt im Hinterhof

Die Radeberger Zahntechnik setzt in Konkurrenz zu Asien und Osteuropa auf Nähe. Und hat zum Bierstadtfest etwas ganz Besonderes vor.

Von Jens Fritzsche

Beim Thema Kauen ist es irgendwie geblieben. Früher hatte hier – im kleinen, ein bisschen versteckt im Hinterhof der Pulsnitzer Straße 20 liegenden Gebäude – eine Bäckerei ihr Domizil. Seit einigen Jahren geht’s hier nun um Zähne. Um künstliche Zähne. Denn seit 2008 ist hier die Radeberger Zahntechnik angesiedelt. „Und eigentlich wollten wir in die Räume im Obergeschoss über dem Sportgeschäft gleich an der Ecke“, erinnert sich Laborleiterin Maria Ziegenbalg. Doch weil die Mieter des Wohnhauses Lärm befürchteten, „bot uns der Vermieter Wohnbau Radeberg dieses leer stehende Gebäude an – und baute das nach unseren Wünschen um.“

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Und so sind hier nun von den insgesamt sechs Mitarbeitern schon etliche Zahnprothesen, Kronen oder Brücken gefertigt worden, die nicht nur in Radeberger Mündern ihren neuen Platz gefunden haben. „Wir arbeiten mit sehr vielen Zahnärzten der Region zusammen, die meisten kommen dabei aber aus Radeberg“, beschreibt die Laborleiterin. Und gerade diese Nähe, das Vor-Ort-Sein ist ihr wichtig. „Im Interesse der Patienten können wir über diese kurzen Wege so manches Problem ganz unkompliziert und schnell lösen“, findet Maria Ziegenbalg. Und spielt damit auch auf das Problem der Billig-Konkurrenz aus Asien und Osteuropa an. „Natürlich ist manches, was da in Labors in China hergestellt wird, preiswerter“, räumt die Radebergerin ein. „Aber was viele vergessen, ist ja: Was passiert, wenn innerhalb der Gewährungsfrist Probleme auftreten?“ Dann könne es durchaus schnell zu Mehrkosten kommen, ist die Laborleiterin überzeugt. Und sie ärgert sich auch darüber, „dass viele Krankenkassen die Patienten auch noch regelrecht auf solche billigeren Produkte aufmerksam machen, wohl auch mit Blick auf die eigenen Kosten…“

Aber den Konkurrenzkampf haben die Radeberger längst angenommen. „Wir überzeugen mit Erfahrung, handwerklichem Können und eben der Nähe zu Ärzten und Patienten“, gibt sich Maria Ziegenbalg kämpferisch. Mittlerweile konstruiert sie Kronen oder Brücken zudem bereits am Computer. „Das spart Zeit und Aufwand – aber am Ende braucht es trotzdem handwerkliches Geschick, um alles in der Praxis umzusetzen“, stellt sie klar. Und schwärmt von ihren Mitarbeitern, „die hoch professionell und sehr, sehr genau arbeiten“.

Und um auf diese Arbeit aufmerksam zu machen, hat sich das Labor im Hinterhof der Pulsnitzer Straße etwas Neues einfallen lassen. Beim Bierstadtfest lädt das Team um Laborchefin Maria Ziegenbalg zum Tag der offenen Tür ein. Am Sonnabend – den 21. Juni – können sich Interessierte zwischen 11 und 17 Uhr in den Räumen umschauen. Und sehen, was aus der alten Bäckerei geworden ist.