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Die Zschone kommt nach oben

Ein derzeit verrohrter Teil des Baches wird freigelegt. Dafür entsteht am Kirchberg eine grüne Oase für Mensch und Tier.

Von Annechristin Bonss

In diesem Jahr bekommen Anwohner in Briesnitz und Kemnitz ein neues grünes Stück am Zschonerbach. Zwischen der Privatzufahrt zur Wohnanlage Am Kirchberg und der Straßenbrücke legen Arbeiter das Gewässer wieder frei. Bisher fließt das Wasser an dieser Stelle durch ein unterirdisches Tunnelsystem, das bis unter die Meißner Landstraße und die Bahnschienen führt. Erst an den Elbwiesen kommt der Bach wieder an die Oberfläche.

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Nun soll ein Stück des Tunnels verschwinden. Die Stadt investiert knapp 330 000 Euro. Das Hochwasser von 2013 hatte dem Bauwerk zugesetzt. Nun werden auch Ufermauern und Befestigungen entfernt. Die Ufer werden von den Bauarbeitern naturnah aufgebaut. Es soll einen Wechsel zwischen schnellen und langsam strömenden Abschnitten geben. Das entspreche dem natürlichen Gewässertyp, teilt Harald Kroll, Sachgebietsleiter im kommunalen Umweltschutz, mit. Die Ufer auf beiden Seiten haben künftig flache Böschungen mit kleinen Terrassen. Im Zuge der Arbeiten sollen die Baufirmen vor Ort auch die Brücke unterhalb der Straße Am Kirchberg erneuern. Diese Arbeiten waren eigentlich für 2017 geplant, sollen jetzt aber bereits in diesem Frühjahr starten.

Um die Überflutung der Straße Pfaffengrund durch den Rückstau des Zschonerbachs bei einem Hochwasser der Elbe künftig zu verhindern, wird entlang des südlichen Gehwegs Am Kirchberg ein Wall mit 60 Zentimetern Höhe hergestellt. Das linke Ufer wird als Wiese mit einer lockeren, standortgerechten Gehölzanpflanzung angelegt. Anwohner und Spaziergänger können über die Straße Am Kirchberg zum Zschonerbach gelangen und dort die neue grüne Oase genießen. Eine weitere Renaturierung entlang der Zschone ist zudem am Eisteich geplant.