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Die Zuschauer lachen mit den Helden

Wie kommen Filmemacher auf die Idee, eine Komödie im Harz bei Waldarbeitern anzusiedeln ? Die Autorin Khyana el Bitar hatte die Idee zum Film. Sie hat Verwandtschaft im Harzdorf Tanne und kennt die Menschen dort.

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Wie kommen Filmemacher auf die Idee, eine Komödie im Harz bei Waldarbeitern anzusiedeln ?

Die Autorin Khyana el Bitar hatte die Idee zum Film. Sie hat Verwandtschaft im Harzdorf Tanne und kennt die Menschen dort. Zusammen kamen wir auf die Idee, eine humorige Geschichte mit ernsthaftem Hintergrund zu machen. Drei Jahre dauerte es, bis der Film nun seine Premiere erleben konnte.

Warum sind ausgerechnet Holzfäller Ihre Helden?

Die Region im Harz hat kaum Industrie. Viele Menschen arbeiteten in der Forstwirtschaft und wurden nach der Wende arbeitslos. Zudem wollte ich Helden, die einen handfesten Beruf ausüben. Ich selbst habe vor meinem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in Berlin den Beruf eines Steinbildhauers erlernt. Ich denke aber, dass der Inhalt unserer Geschichte nicht auf Holzfäller beschränkt bleiben brauchte.

Könnten Sie das etwas genauer erklären?

Uns war es ein Anliegen, Menschen zu zeigen, die mit Ideen, egal wie fantastisch sie erscheinen, ihrem Leben wieder eine Perspektive geben und dabei Selbstwertgefühl und Achtung bekommen. All das haben wir in einer Komödie mit ernstem Hintergrund jedoch ohne Happy End verpackt. Wichtig ist mir, dass der Zuschauer im Kino nicht über seine, sondern mit seinen Helden lacht und zudem für sich daraus etwas mit nach Hause nehmen kann.

Wie kamen Sie auf den ungewöhnlichen Filmtitel?

Filmheld Krischan gaukelt den Dorfbewohnern vor, als Holzfäller in Kanada gearbeitet zu haben. Das ist eine Lüge. Doch mit seinen Freunden nimmt er am Holzfäller-Wettbewerb als kanadisches Team „Lumber King“ teil. Übersetzt heißt das „Könige der Nutzholzgewinnung“. So kamen wir auf den Titel.

Ihr Film hat ohne Statisten über 100 Akteure. Das kostet doch viel Geld?

Normalerweise kostet ein Kinofilm um die 2,5 Millionen Euro. Wir brauchten rund 800 000 Euro, die vom Fernsehen und von der Mitteldeutschen Medienförderung stammen. Mit so wenig Geld kamen wir aus, weil von den Dorfbewohnern bis hin zum Oberforstdirektor und Waldarbeitern sich viele Personen selbst spielten. Ohne Gage.

Es fragte: Bärbel Schumann