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Diese Einschränkungen gelten jetzt für Autofahrer

Zwar haben Autohäuser und Werkstätten in Sachsen oft geöffnet. Doch trotzdem ist nicht alles so wie vor Corona.

Derzeit in Sachsen nur bei dringenden Reparaturen: der Werkstattbesuch.
Derzeit in Sachsen nur bei dringenden Reparaturen: der Werkstattbesuch. © Robert Günther/dpa

Von Claudius Lüder

Auf Sachsens Straßen ist derzeit deutlich weniger los. Autofahren ist zwar auch in Corona-Zeiten erlaubt, allerdings nur aus einem triftigen Grund, wie die Fahrt zur Arbeit oder zum Einkaufen. „Ratsam ist es aber, nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt im Auto unterwegs zu sein“, sagt Verkehrsanwalt Tobias Goldkamp.

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Autofahrer müssen sich zudem auf mehr Lastwagen auf den Straßen einstellen. Um die Belieferung von Supermärkten und Drogerien mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln sicherzustellen, dürfen gewerbliche Lkws über 7,5 Tonnen momentan auch an Sonn- und Feiertagen Waren ausliefern. Das gilt bundeseinheitlich, wird aber in den Ländern unterschiedlich umgesetzt. So ist die Dauer der Befreiung nicht einheitlich und in manchen Ländern auf bestimmte Artikel beschränkt. Zudem dürfen Lkw-Fahrer, die Waren des täglichen Bedarfs, medizinische Artikel zur Bekämpfung der Pandemie oder Treibstoffe befördern, ihre Lenkzeiten, unter gewissen Umständen, wöchentlich fünf Mal statt wie bisher zweimal auf bis zu zehn Stunden verlängern.

Kein Auto- oder Motorradbesitzer muss sich Sorgen machen oder gar ein Bußgeld fürchten, weil er etwa einen HU-Termin jetzt verstreichen lässt. Um der derzeitigen Situation Rechnung zu tragen, habe das Bundesverkehrsministerium den Polizeibehörden sowie dem Bundesamt für Güterverkehr empfohlen, vorübergehend Überschreitungen, um bis zu vier Monate, nicht zu ahnden, sagt Daniela Mielchen, Fachanwältin für Verkehrsrecht. Damit solle die Mobilität sichergestellt werden, wenn derzeit keine HU vorgenommen werden kann. Normalerweise darf ein HU-Termin maximal zwei Monate überschritten werden.

Abhol- und Bringservice im Angebot

In Autohäusern und Kfz-Werkstätten läuft der Betrieb vielerorts normal, wenn auch unter neuen Schutzvorkehrungen. „Es wird Abstand gehalten, und wir sind in vielen Betrieben zum Einmalschutz für Lenkrad und Sitze zurückgekehrt“, erklärt Thomas Peckruhn vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). In Sachsen muss für den Werkstattbesuch ein triftiger Grund vorliegen, also zum Beispiel eine erforderliche, sicherheitsrelevante Reparatur, erläutert der ADAC.

„Viele Werkstätten bieten jetzt einen Abhol- und Bringservice an, damit die Autobesitzer nicht aus dem Haus müssen“, erläutert Peckruhn. So sei es möglich, trotz der Einschränkungen zum Beispiel den Wechsel auf die Sommerbereifung oder einen Frühjahrscheck vornehmen zu lassen. Die Mitarbeiter in den Betrieben selbst, würden die Kundenfahrzeuge dann ganz besonders gründlich desinfizieren.

Wer derzeit auf eine Inspektion verzichten will und durch das Überschreiten der Wartungsintervalle einen Garantieverlust fürchtet, sollte sich an seine Vertragswerkstatt oder an den Hersteller als Garantiegeber wenden, rät der ADAC. Da es so eine Situation noch nie gab, sei nicht klar, wie die Autohersteller damit umgehen.

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Wer sein Auto an-, ab- oder ummelden möchte, geht dafür in der Regel zur Zulassungsstelle. Doch die sind derzeit in Sachsen in der Regel nur eingeschränkt nutzbar. „Grundsätzlich besteht seit Oktober 2019 die Möglichkeit der internetbasierten Fahrzeugzulassung, allerdings bieten noch längst nicht alle Behörden diesen Service auch an“, sagt Fachanwältin Mielchen. Autofahrer sollten sich daher unbedingt telefonisch oder online bei ihrer Zulassungsstelle informieren, ob und wann diese geöffnet hat. (dpa/rnw)

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

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