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Bautzen

Diese Straßen packt Bautzen an

Sechs große Vorhaben stehen in diesem Jahr auf dem Plan. Eine wichtige Zufahrtsstraße bleibt aber verschont.

Letzter Akt an der Taucherstraße: Seit Anfang April rollen die Bagger auf dem noch unsanierten Bauabschnitt. Der Ausbau der Taucherstraße ist die größte Baumaßnahme der Stadt in diesem Jahr – aber nicht die einzige. Autofahrer müssen in den kommenden Mona
Letzter Akt an der Taucherstraße: Seit Anfang April rollen die Bagger auf dem noch unsanierten Bauabschnitt. Der Ausbau der Taucherstraße ist die größte Baumaßnahme der Stadt in diesem Jahr – aber nicht die einzige. Autofahrer müssen in den kommenden Mona © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Droht Bautzen wieder der Superstau? Die ersten Sperrschilder stehen schon und weitere folgen. In den kommenden Monaten werden Autofahrer längere Wege in Kauf nehmen müssen. Immerhin: Anders als in den vergangenen Jahren bleibt eine wichtige Bautzener Verkehrsader verschont. An der Friedensbrücke sind keine Arbeiten geplant. Dafür an vielen anderen Stellen in der Stadt. Die SZ fasst die wichtigsten Baustellen zusammen.

1: Taucherstraße: Letzter Abschnitt im zweiten Versuch

Mit einem Jahr Verspätung haben nun die Arbeiten an der Taucherstraße begonnen. Seit 1. April rollen die Bagger. Die Stadt lässt auf dem letzten Bauabschnitt Straße und Gehwege erneuern. Außerdem werden Rohre und Leitungen neu verlegt. Aktuell ist das Stück zwischen FriedrichEngels-Platz und Martin-Hoop-/Dr.-Ernst-Mucke-Straße gesperrt. Ab Anfang Juli soll dann der Abschnitt zwischen Hoop-/Muckestraße und Karl-Liebknecht-Straße aufgerissen werden. Im Oktober soll alles fertig sein. Unklar ist noch, ob gleich im Anschluss der Ausbau der Kreuzung mit der Karl-Liebknecht-Straße erfolgt, oder ob dieses Stück im nächsten Jahr angegangen wird. Die Entscheidung hänge davon ab, wie die Arbeiten an der Bahnhofsstraße vorangehen, erklärt Falko Wendler, Chef des Hoch- und Tiefbauamtes.

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2: Bahnhofstraße: Eine Vollsperrung für die Fernwärme

Die Energie- und Wasserwerke (EWB) bauen auch in diesem Jahr weiter am Fernwärmenetz. Ab dem 3. Juni nehmen die Bauarbeiter die Bahnhofstraße in Beschlag. Wie EWB-Sprecherin Kerstin Juras mitteilt, wird unter Vollsperrung gebaut. Die Umleitung legt das Ordnungsamt noch fest. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang Oktober. Und die Bahnhofstraße ist nicht die einzige Maßnahme der EWB. An der Schlachthofstraße wird aktuell schon gebuddelt. Die Stadtwerke erneuern dort die Gas- und Wasserleitung und die Straßenbeleuchtung, Bautzens Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung erneuert einen Kanal. Ende September soll die Strecke fertig sein.

Quelle: Stadtverwaltung Bautzen
Quelle: Stadtverwaltung Bautzen © Grafik: SZ

3: Hauptmarkt: Neue Leitungen und mehr Platz für Fußgänger

Von Juni bis Oktober wird es eng in der Altstadt. Zwischen dem Fleisch- und dem Hauptmarkt werden in diesem Jahr neue Leitungen verlegt. Eine Vollsperrung der Strecke neben dem Rathaus ist dabei inklusive. Die Stadt nutzt die Maßnahme und ändert im Zuge der Bauarbeiten gleich die Straßenführung. Damit die Autos langsamer fahren, soll die Engstelle am Rathaus künftig noch schmaler werden. Gleichzeitig verschwinden die aufgepflasterten Schwellen. Außerdem wird an mehreren Stellen der Bordstein gesenkt, damit für Fußgänger das Überqueren der Straße bequemer wird. Schon jetzt gibt es eine Engstelle in der Altstadt. Die Stadtwerke bauen in der Großen Brüdergasse noch bis Ende August, bringen dort die Fernwärmeleitungen in die Erde. Während der Bauzeit bleibt die Gasse für die Autos gesperrt.

4: Neustädter Straße: Eine neue Zufahrt für Bombardier

Der Ausbau der neuen Bombardier-Zufahrt wird noch in diesem Jahr beginnen. Im September geht es los. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Zunächst konzentrieren sich die Bauleute auf die Kreuzung von der Westtangente zur Neustädter Straße. Fahrzeuge, die aktuell in Richtung Bombardier fahren, müssen dort um eine spitze Kurve. Dieser Winkel soll flacher werden. Damit Fußgänger und Radfahrer nicht noch im schwierigen Kurvenbereich die Fahrbahn kreuzen, wird der Geh- und Radweg ein Stück in Richtung Neustädter Straße verlängert.

Welche Sperrungen nötig sind und wie die Umleitung erfolgt, muss noch geklärt werden. Im kommenden Jahr geht es mit dem Ausbau des Weges weiter, der zum Werk führt. Die Strecke muss breiter werden, damit Transporter aneinander vorbeipassen. Im Sommer 2020 werden sich die Bauarbeiter dann mit der Brücke kurz vor der Werkszufahrt beschäftigen. Um die von Bombardier avancierte Traglast zu erreichen, ist ein Neubau geplant. Das Bauprojekt kostet insgesamt 2,2 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen zahlt dafür Fördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro.

5: Musikerviertel: Baustart mit leichter Verspätung

Die Bewohner des Musikerviertels sind baustellenerprobt. Seit Jahren saniert die Stadt das Wohngebiet. Die Fahrbahnen erhielten statt des holprigen Pflasters einen glatten Asphaltbelag, Abwasserkanäle und Versorgungsleitungen wurden erneuert. Nun steht die letzte Etappe an. Im Fokus steht die Marschnerstraße. Außerdem wird der noch nicht sanierte Abschnitt der Mozartstraße zwischen der Wilhelm-von-Polenz-Straße und der Paul-Neck-Straße ausgebaut. Eigentlich sollten die Bagger schon vor ein paar Wochen rollen. Doch weil die Stadt auf beantragte Fördermittel wartete, ging nichts voran.

Nun hat sich die Kommune dazu entschieden, das Vorhaben auch ohne, eine Förderung durchzuführen. Damit ist der Weg frei für die Bagger. Gebaut wird im Musikerviertel unter Vollsperrung. Fußgänger kommen aber an der Baustelle vorbei. Bis Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Bauvorhaben kostet mehr als 500.000 Euro.

6: Oberkaina: Eine Holperpiste verschwindet

Der erste Bauabschnitt wurde bereits umgesetzt. Nun geht es an der Oberkainaer Straße weiter. Die Bagger sind schon da. Gebaut wird in diesem Jahr die Strecke zwischen der Hausnummer 19 und dem Ortsausgang. Ende Juli sollen die Arbeiten beendet sein. Auf dem 640 Meter langem Abschnitt verschwindet nicht nur die Holperpiste, auch die Entwässerung wird erneuert. Die Stadt hat für das gesamte Vorhaben insgesamt 600.000 Euro eingeplant.