merken

Diese Uhr lässt die Zeit erklingen

Sieben neue Zeitmesser stellt Lange ab heute in Genf vor. Eine ist ganz besonders. Sie verfügt über ein Schlagwerk.

Von Maik Brückner

Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Mit Handschuhen holt Wilhelm Schmid die neueste Uhr seiner Firma aus der grauen Schatulle. Bloß keine Kratzer machen. Schmid, Geschäftsführer des Luxusuhrenherstellers Lange, weiß, wie schnell das passieren kann. Und bei dieser 444 000 Euro teuren Uhr soll das auf keinen Fall passieren. Sie wird heute in Genf der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Hier beginnt der Uhrensalon. 16 Hersteller werden hier ihre neuen Uhren zeigen – die Firma Lange ist wieder die Einzige aus Glashütte. Und das bereits zum 14. Mal.

Wilhelm Schmid räumt ein, dass es gar nicht so leicht ist, die angereisten Uhrenjournalisten und Fachhändler zu überraschen. Schließlich legte man in den letzten zwei Jahren Uhren vor, die für Furore sorgen. 2013 stellte Lange die Grand Complication vor. Dieser 1,9 Millionen Euro teure Zeitmesser verfügt über mehrere Sonderfunktionen, unter anderem eine Mondphasenanzeige und eine Stoppfunktion. Die Richard Lange Ewiger Kalender Terraluna sorgte im vorigen Jahr für Aufsehen. Auf der Werkseite dieser Uhr kann der Träger zu jeder Zeit die Konstellation des Mondes im Verhältnis zur Erde und zur Sonne mitverfolgen. Trotzdem ist Schmid überzeugt, dass auch Langes neueste Uhr, die Zeitwerk Minutenrepetition, schnell ihre Fans finden wird. Denn mit diesem Zeitmesser präsentiert die Manufaktur erstmals ein Modell mit einem Schlagwerk, das die Stunden, Zehnminutenintervalle und Minuten erklingen lässt. Im Unterschied zu einer klassischen Minutenrepetition entspricht die akustische Wiedergabe exakt der digitalen Anzeige, die dafür mitunter für wenige Sekunden angehalten wird. Allein um die Uhrzeit 12.59 Uhr akustisch wiederzugeben, benötigt das auf der Anzeige gut sichtbare Schlagwerk etwa 20 Sekunden. Für jede vollendete Stunde erklingt ein tiefer Ton, für vollendete zehn Minuten ein Doppelton und für jede vollendete Minute ein hoher Ton. Um höchste Klangqualität zu erzielen, haben die Konstrukteure das Uhrwerk und Gehäuse bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt, erklärt Schmid. Das Stimmen der Tonfedern erfordert ein geschultes Gehör und wird ausschließlich von Hand vorgenommen.

Doch nicht nur mit der Zeitwerk Minutenrepetition will Lange vor dem Fachpublikum glänzen. Wilhelm Schmid und sein 60-köpfiges Team werden noch sechs andere neue Uhren vorstellen. Neben neuen Varianten der Saxonia will man auch eine neue Lange 1 vorstellen. Die Firma hat für ihren Klassiker ein neues Uhrwerk konstruiert. Außerdem präsentiert Lange den Besuchern neue Varianten des 2010 vorgestellten Datographen Perpetual und des 2012 aufgelegten Datographen Auf/Ab.

Bis zum Freitag werden die Uhren in Genf zu sehen sein. Dann endet der Uhrensalon und das Team um Wilhelm Schmid wird nach den vielen Gesprächen und Terminen ein Gefühl bekommen haben, wie das Jahr 2015 für Lange laufen wird. Ein besonderes wird es allemal, sagt Firmensprecher Arnd Einhorn. Denn vor 200 Jahren wurde Ferdinand Adolph Lange, der Begründer der Glashütter Uhrenindustrie und der Namensgeber der Marke, geboren. Mit der Würdigung dieses großen Uhrmachers möchte die Firma in Genf beginnen.

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.