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Diese Verbindung ist wichtig!

über die Idee einer neuen Tram

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Jens Fritzsche

Sicher ist das Ganze für viele einfach nur ein Hirngespinst: Eine Straßenbahnlinie von Dresden über Ottendorf-Okrilla nach Königsbrück. Eine Straßenbahn statt der Zugverbindung? Wie lange soll man denn da zuckeln, um nach Dresden zu kommen? Eine von vielen kritischen Fragen. Und noch dazu, müsste ja auch für viel Geld ein neues Gleis gebaut werden. Der Verkehrsverbund lässt derzeit ausrechnen, was das Projekt kosten würde und welchen Nutzen es am Ende tatsächlich hätte. Gleichzeitig wird auch geprüft, welche Alternativen es gibt. Busse nach Königsbrück ab Ottendorf-Süd zum Beispiel oder auch ein Ausbau der Zugstrecke. Denn der Zug funktioniert – zumindest zwischen Dresden und Ottendorf-Süd. Und nicht zuletzt hat der Verkehrsverbund erst vor wenigen Tagen den Vertrag mit der Städtebahn Sachsen bis 2024 verlängert, die Züge zwischen Dresden, Ottendorf und Königsbrück – und zurück – rollen zu lassen.

Ein wichtiges Zeichen. Denn Anfang des Jahres geisterte ja ein gänzliches Aus für die Züge – zumindest am Wochenende – durch die Landschaft. Grund: Der Freistaat drohte, die Unterstützung für den Nahverkehr einzudampfen. Eine Straßenbahn könnte vielleicht helfen, da künftig flexibler zu sein. Denn eines ist klar: die Verbindung zwischen dem Wirtschaftsstandort Ottendorf-Okrilla und der Landeshauptstadt darf in keinem Fall abbrechen. Ebenso wenig darf aber auch die Verbindung nach Königsbrück gekappt werden. Ob mit Zug, Bus oder einer neuen Straßenbahn!