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Dieser Job ist wie gemacht

Als neue Gleichstellungsbeauftragte hat Corinna Stumpf im Mai ihre Arbeit im Hoyerswerdaer Rathaus aufgenommen.

Mit dem „Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte“ beschäftigt sich Corinna Stumpf intensiv, um sich auf diesem Gebiet weiterzubilden.
Mit dem „Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte“ beschäftigt sich Corinna Stumpf intensiv, um sich auf diesem Gebiet weiterzubilden. © Foto: Gernot Menzel

Hoyerswerda. Corinna Stumpf hätte nicht erwartet, dass Hoyerswerda einmal ihr Lebensmittelpunkt werden würde. Aber ihr Weg hat sie hierher geführt, und sie ist mehr als glücklich darüber. Zum einen ist die neue Arbeitsstelle „ein Volltreffer“, und die Stadt beschreibt sie als „lebenswert“ sowie die Einwohner als „offen und freundlich“.

Aufgewachsen im Vogtland, absolvierte Corinna Stumpf nach dem Abitur ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Nähe von Hannover. Die Tätigkeit brachte sie dem Videojournalismus näher. Zum Studium der Medienwissenschaften zog sie nach Augsburg. Es folgten verschiedene Praktika und eine Anstellung als Kundenberaterin im Jobcenter. Zuletzt war sie einige Jahre in Dresden tätig und arbeitete auch in einer beratenden Funktion mit angehenden Studenten, Innungen und Betrieben zusammen. Es kam der Wunsch nach mehr Kreativität und redaktioneller Arbeit auf. Und genau das hat sie nun in der Pressestelle der Stadt Hoyerswerda gefunden. Dort ist sie zum einen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und hat außerdem die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten inne.

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Im Augenblick arbeitet sich Corinna Stumpf noch ein und lernt die Abläufe und das Tagesgeschäft kennen. Durch Recherchen, Rücksprachen und Unterlagen macht sie sich ein Bild ihres Arbeitsgebietes. „Ich konnte schon viele Puzzleteile zusammensetzen“, ist ihr Resümee aus den letzten Tagen. Außerdem laufen Informationen aus allen Fachbereichen in der Pressestelle zusammen. Das erlaubt ihr, einen guten Überblick zu erlangen.

Doch es wird noch einige Zeit brauchen, bis ein umfangreiches Netzwerk besteht. „Über Anregungen von Vereinen und Initiativen freue ich mich“, bestätigt Corinna Stumpf ihre Neugier. Um weiter eingebunden zu werden, hat sie sich kürzlich bei der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsens (LAG) vorgestellt. Die Hauptsatzung der Stadt Hoyerswerda erlaubt ihr in dieser Funktion, mit beratender Stimme an den Sitzungen des Stadtrates und Ausschüssen teilzunehmen, die in ihrem Aufgabenbereich liegen. Den Empfang im Rathaus hat Corinna Stumpf als sehr freundlich wahrgenommen. „Da ist eine Wertschätzung“, hat sie zu spüren bekommen.

Hoyerswerda als lebendige Stadt

Wenn sie von ihrem neuen Wohnort und Lebensmittelpunkt erzählt, dann kommt sie etwas ins Schwärmen. Der erste Eindruck ist sehr gut. Corinna Stumpf empfindet die Stadt als grün, freundlich, schön saniert und lebendig. „Hier gehen die Menschen raus.“ Der Vergleich zu Dresden ist da. Dort sind Parks überlaufen und müssen sich nicht selten mitten im Stadtlärm behaupten. Hier ist der Weg in die Natur und an Orte der Ruhe kurz. Denn in ihrer Freizeit geht die junge Frau gerne raus ins Grüne. Den Scheibe-See hat sie bereits mit dem Fahrrad erkundet und hat den Zoo besucht, über den sie staunt und sich positiv überrascht zeigt. Weitere Erkundungen der Gegend werden folgen. Der Stadt möchte sie empfehlen, sich weiter als Ort für Touristen im Lausitzer Seenland zu sehen – als Alleinstellungsmerkmal. Denn die Naherholung schätzt sie als wertvoll ein.

Sie hat sich ganz bewusst dafür entschieden, Dresden zu verlassen und hat somit „die Chance einer großen Veränderung genutzt“. Um Möglichkeiten des Kennenlernens und neue Kontakte sorgt sie sich nicht. Ihre Hausgemeinschaft hat sich schon sehr offen und hilfsbereit gezeigt.

„Der Anfang ist gemacht“

Nun geht es darum, die Arbeit aufzunehmen. „Der Anfang ist gemacht und der Auftakt gelungen.“ Als Gleichstellungsbeauftragte möchte sie gerne an bekannte Formaten anknüpfen und vielleicht auch „alte“ Ideen wieder aufgreifen. Natürlich möchte Corinna Stumpf auch neue Vorhaben auf den Weg bringen. Sie schätzt die Arbeit ihrer Vorgängerin und die Hilfestellung, die sie gerade noch erhält. Dafür ist sie dankbar.

Die neue Arbeitsstelle ist für Corinna Stumpf ein echter Gewinn. „Wenn ich mir einen Job schneidern könnte, dann wäre es dieser.“ Sie sieht Parallelen, denn „er passt zu meinen Interessen, Fähigkeiten und Neigungen“. Und so steht ihre Tür auch Bürgern mit Problemen offen, die in schwierigen Situationen eine Hilfestellung benötigen. Sie kann auch wieder Beraterin sein und helfen. Außerdem ist neben der Gleichstellung von Frau und Mann unter anderem auch die „Gleichstellung von behinderten und nichtbehinderten Mitbürger*innen“ Teil ihrer Arbeit, wie es auf der entsprechenden Seite der Homepage der Stadt Hoyerswerda heißt. Sie sieht „auch im sozialen Bereich viel Handlungsbedarf.“Den neuen Aufgaben steht sie aufgeschlossen gegenüber. „Ich traue es mir zu – und es wird mir zugetraut.“

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