SZ +
Merken

Digades ist Vorbild für Zittauer Aufschwung

über die Erweiterung des Elektronikspezialisten

Teilen
Folgen

Thomas Mielke

Der so sehr erhoffte Großinvestor hat auch im 23. Jahr nach der Wende nicht an die Türen von Zittau geklopft. Auch die Hoffnung, dass noch einer kommt, geht gegen null. Inzwischen müssen wir uns darüber aber nicht mehr so grämen. Wie so oft in der Geschichte stehen die Oberlausitzer auf und retten sich – abgesehen von seltener Hilfe – selber. Firmen wie Havlat, Frottana, KSO, ZIK, Cord & Velevton, Werder Bedachungen und viele andere beweisen das. Und natürlich Digades. Die Zittauer sind ein Musterbeispiel dafür. Von einer kleinen Elektronikschmiede sind sie unter anderem zu einen ernstzunehmenden Zulieferer für Nobelkarossen aufgestiegen. Nur die berühmte „verlängerte Werkbank“ sind sie dabei schon lange nicht mehr. Sie entwickeln selber Produkte. Firmen wie Digades sind es, die maßgeblich dafür sorgen, dass die Zahl der Arbeitsplätze und die Wertschöpfung in Zittau und dem Umland wieder steigen. Sie sind die Eckpfeiler für die Entwicklung eines gesunden Mittelstandes. Vor dem Hintergrund, dass viel mehr Menschen bei mittelständischen Unternehmen als bei Konzernen arbeiten, könnte man auch sagen: Noch ein paar mehr Erfolgsgeschichten wie Digades und wir können die Hoffnung auf einen Großinvestor mit einem Lächeln im Gesicht begraben.