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Digitalisierung an Schulen geht weiter

Die Großenhainer Kupferberg-Oberschule soll zehn interaktive Tafeln erhalten. Auch beim Gymnasium wartet man auf bessere Ausstattung.

Wie hier an der Oberschule in Ebersbach bestimmen immer mehr Computer, IPads und Tablets den Unterricht.
Wie hier an der Oberschule in Ebersbach bestimmen immer mehr Computer, IPads und Tablets den Unterricht. © Kristin Richter

Großenhain.  An moderner digitaler Ausstattung kommt heute keine Schule mehr vorbei.  "Die Verwendung digitaler Medien prägt unsere Gesellschaft, und eine der Aufgaben der Schulen ist es, grundlegende Medienkompetenzen zu vermitteln", sagt Großenhains Stadtsprecherin Diana Schule. Damit die Schule digitale Lernumgebungen schaffen und sie nach pädagogischen Prinzipien einsetzen kann, ist der Schulträger, also die Stadt, verpflichtet, die Schulgebäude und -räume mit notwendigen Lehr- und Lernmitteln auszustatten. 

So wird der technische Ausschuss des Stadtrates kommenden Montag über die Anschaffung von zehn interaktiven Tafeln für die Oberschule am Kupferberg entscheiden.  Finanzielle Hilfe erhält die Stadt aus der Verwaltungsvereinbarung zum Digitalpakt Schule aus dem Vorjahr. Der Freistaat Sachsen  stellt für jeden Schulträger ein Budget zur Verfügung. Für Großenhain wurden Fördermittel in Höhe von 1,3 Mio. Euro avisiert. Lieferung und Montage am Kupferberg sollen im Frühjahr erfolgen. Die Kosten betragen 110.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt liegt bei 70.000 Euro. 

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Doch einen mit den Maßnahmen untersetzten Förderantrag muss die Stadt für ihre Schulen erst bis 30. Juni einreichen. Klar ist schon, dass die 1,3 Mio. Euro laut Aussage der Stadt nicht ausreichen werden. Allein für das Gymnasium sind für die Jahre 2020 bis 2024 insgesamt circa 1,5 Mio. Euro eingeplant. Diana Schulze: "Neben Eigenmitteln der Stadt wird geprüft, weitere Fördermittel über die Städtebauförderung zu generieren." 

Ein Medienentwicklungsplan für die Schulen Großenhains ist  Arbeitsgrundlage zur strategischen Entwicklung aller Einrichtungen im Rahmen der Digitalisierung bis 2024. Er befindet sich derzeit in der Abstimmung mit den Schulen, so die Stadtsprecherin. Ein Beschluss dazu sei in der Stadtratssitzung im März vorgesehen.

Geräteanschaffung kommt zuletzt

Die Fördermittel werden zunächst im Bereich Infrastruktur genutzt. Die Umsetzung je Schule findet natürlich in der technisch notwendigen Reihenfolge statt. "Es wird zunächst der Ausbau der strukturierten Verkabelung verfolgt, danach der Einbau entsprechender aktiver Netzwerkkomponenten wie Router, Switche oder WLAN-Access-Points und anschließend die Anschaffung und Installation entsprechender Geräte", heißt es aus dem Rathaus.

Im Gymnasium Haus zwei - wo Schüler ab der zehnten Klasse lernen - werden in diesem Jahr die Vorplanungen für die Erweiterung der strukturierten Verkabelung erfolgen. Im kommenden Jahr ist die bauliche Umsetzung der erweiterten Dateninfrastruktur geplant. Im Gymnasium Haus eins werden die Planungen voraussichtlich 2021 beginnen und im darauffolgenden Jahr umgesetzt werden.

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Grundsätzlich soll die Anschaffung der Geräte im letzten Schritt erfolgen. "Sind jedoch einzelne Räume bereits erschlossen und die technischen Möglichkeiten geben es her, kann eine vorzeitige Teilausstattung mit digitalen Geräten erfolgen", sagt Diana Schulze. Das betreffe jetzt die Kupferberg-Oberschule. Die Anschaffungen werden freilich mit der jeweiligen Schule abgestimmt, um eine schulspezifische digitale Infrastruktur zu erreichen. 

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